Image Hosted by ImageShack.us
 

 Bis(s) zum nächsten Tag
Edward Cullen
Posted: Apr 10 2009, 07:35 PM


Administrator


Group: Admin
Posts: 47
Member No.: 1
Joined: 19-January 09



Das hier ist meine aktuelle FF zu Twilight. Mit zum Teil eigenen Charas, um eine neue Bedrohung zu haben. Sie ist Buch unabhängig, spielt in etwa nach dem ersten Teil.



Bis(s) zum nächsten Tag

Prolog
Es regnete. Ein ganz normaler Tag also in Forks, bis auf eine Tatsache, die niemandem so bewusst war. Es gab Zuwachs. Ein junges Geschwisterpaar zog gerade in eines der heruntergekommenen Häuser ein. Es wirkte von außen, als würde es bei dem kleinsten Windstoß in sich zusammenfallen, doch das hielt die zwei nicht davon ab, sich in das Haus zu verlieben. Der Putz bröckelte von den Wänden und die Treppe am Eingang war so morsch, wie der Garten zugewuchert war. Von innen allerdings stand das Haus keinem in der Umgebung in irgendetwas nach. Vom Flur aus kam man rechts ins Wohnzimmer. Dort gar es einen schönen, wenn auch alten Kamin, der sicher erst einmal gesäubert werden musste bevor man ihn benutze, denn sonst würden die zwei wohl am Rauch ersticken. Das gesamte Haus war möbliert. Neben dem Wohnzimmer gab es noch zwei andere Zimmer, zwei Bäder und eine Küche. Der Flur war sehr groß und geräumig. Nach links kam man in die Küche in der auch eine Tür war, durch die man in den Keller gelangen konnte. Dieser roch zwar muffig, war aber im Vergleich zur Fassade des Hauses recht intakt. Zu den zwei Zimmer ging man nach oben über eine Wendeltreppe, die am anderen Ende des Flures war. Eine Klappe in der Decke und die dazugehörige Leiter dienten dazu, auf den Dachboden zu gelangen. Recht und links waren die Zimmer und in der Mitte das Bad. Denn eines der Bäder war ebenfalls dort oben, das andere unten neben der Tür zum Garten, welche sich in der Küche direkt neben der Kellertür befand. Der Garten war nicht sehr groß, zumindest wirkte es so, da man eh nicht sehr weit sehen konnte, durch das ganze Gestrüpp. Ein großer Baum ragte majestätisch aus diesem hervor, eine Tanne. In einem Abstand von gut zwei Metern stand ein gut gewachsener Apfelbaum, ob man wohl die Früchte genießen konnte, wenn sie reif waren? Oder würde es hier im verregneten Forks gar nicht erst dazu kommen, das die Äste unter der Last der Äpfel leiden? Auf der breiten Terrasse war eine Hollywoodschaukel montiert. Und man konnte rechts und links am Haus vorbeigehen, um die Vorderseite zu erreichen.

Kapitel 1 Erste Bekanntschaften
Die kleinere der beiden ging gerade mit einem der Kartons hinein. Sie war schmächtig und wirkte nicht besonders stark, trug jedoch einen sehr großen Karton, der ihr die Sicht versperrte. Gerade als sie einen Fuß auf eine der morschen Treppen setzte und den anderen nachziehen wollte, brach sie ein. Es konnte nicht an ihrem Gewicht liegen, denn sie war nur 1,55 m groß und schlank, wog gerade mal 50 kg. Doch Tatsache war, dass der Karton zu schwer war. Noch während sie damit zu tun hatte, ihren Fuß wieder herauszuziehen ertönte hinter ihr ein lautes Lachen. „Haha!!! Ich habe dir doch gesagt, du sollst die zweite Stufe auslassen, weil sie zu morsch ist“ sagte das andere Mädchen, welches nicht weniger beladen hinter ihr stand. Sie stellte ihren Karton beiseite und machte sich daran, ihre Schwester aus dem Loch zu befreien. Schmollend sah die kleinere sie an und strich sich über den Knöchel. Dann stand sie jedoch wieder auf und schnappte sich den Karton, um ihn dieses mal erfolgreich ins Haus zu tragen. Sie steuerte direkt auf die Wendeltreppe zu und ging hinauf, bog dann nach rechts ins Zimmer ab und stellt das gute Stück ab. Erleichtert lief sie wieder hinunter und fühlte sich so ohne das schwere Teil leicht wie eine Feder. In der Tür traf sie auf ihre Schwester, die gerade die Couch hereintrug, schnell griff sie zu, um ihr zu helfen. In einiger Entfernung zum Kamin stellten sie sie ab. Das so ziemlich einzige Möbelstück, dass sei unbedingt mitnehmen musste, ein Andenken an ihre Mutter. Eine kurze, aber bequeme, weinrote Couch. „Ich hätte nicht gedacht, dass es uns so schwer fallen würde, ein bisschen Hilfe wäre wohl doch ganz gut gewesen.“ erschöpft lies sich die größere von beiden aufs Sofa fallen. Und als hätte sie jemanden gerufen stand auch schon jemand draußen vor dem Haus.

„Schwesterherz, wir haben Besuch!“ merkte die Kleine erfreut an. Sofort sprang die größere auf, doch bevor sie hinausrennen konnte packte die Kleine sie an ihren langen, blonden Haaren. Die größere wandte sich zu ihrer kleinen Schwester um, die mit einem merkwürdigen Blick zu ihr hinaufsah. „Vergiss es! So finden wir nie neue Bekannte, wir essen nachher Nudeln!“ mahnte sie das braunhaarige Mädchen und riss sich los um den Besuch zu empfangen. Es war ihr direkter Nachbar. Ein Mann mittleren Alters mit Schnurrbart und dunkelbraunen, kurzem Haare, er hatte eine Uniform an. Leicht erschrocken sah sie ihn an und wich sofort etwas zurück. „Oh keine Sorge, ich wollte sie nicht erschrecken. Die Uniform muss sein, ich bin der Sheriff dieser Stadt, deswegen bin ich aber nicht hier. Ich wohne nebenan, zusammen mit meiner Tochter Bella. Ich bin Charlie Swan.“ stellte er sich vor und reichte ihr die Hand. Erleichtert ausatmend nahm sie die Geste an und schüttelte ihm die Hand. „Ich bin Malice Noire“ gerade, als sie sich vorstellte kam auch die kleinere aus dem Haus gerannt. „Und das ist meine Schwester Angelique. Wir sind heute hergezogen. Das Haus wirkt zwar, als müsste wir bangen am nächsten Morgen unter Trümmern aufzuwachen, aber den Anschein hat es nur von außen, oh und den Wald, ich meine Garten, müssen wir wohl auch noch etwas, nun ja, umgestalten!“ erläuterte sie und alle drei lachten herzlich miteinander. „Ihr Name klingt französisch?“ „Ja, wir kommen aus Frankreich, aber es wurde uns dort zu... laut!“ lächelnd sieht sie den Sheriff an und dieser erwidert es. „Also all zu laut werdet ihr es hier nicht haben, da kann ich sie beruhigen. Nun ja, ich muss dann jetzt auch zur Arbeit, wenn sie Hilfe brauchen sagen sie einfach Bescheid, hier hilft so ziemlich jeder gerne. Was ist eigentlich mit ihrer Mutter?“ „Also erst einmal wäre es mir lieber, wenn sie mich duzen, so alt bin ich ja nicht. Und unsere Mutter, nun, das ist eine längere Geschichte. Wenn sie Lust haben kommen sie doch auf einen Kaffee zu uns nach der Arbeit und bringen sie ruhig ihre Tochter mit!“ „Nun gut, wenn du darauf bestehst, nennt mich Charlie. Heute arbeite ich nicht sehr lange, da Sonntag ist, also nehme ich das Angebot gerne an.“ mit einem Lächeln und winkend verabschiedete er sich von den Geschwistern und steigt in seinen Wagen.

Nach diesem recht erfreulichen Gespräch machten sich die beiden wieder ans Werk, um den Transporter komplett auszuladen. Am frühen Nachmittag hatten sie es dann auch endlich geschafft, nach geschlagenen acht Stunden Arbeit. „Ich glaube, wir sollten mal sehen, wo es hier etwas zum Kaffee zu kaufen gibt!“ mit diesen Worten ging Malice zum Auto und Angelique folgte ihr auf dem Fuße. Im Auto kramte Angelique dann die Karte raus, mit deren Hilfe sie versuchten, den Weg zu finden.
„Wir müssen die nächste rechts rein!“ „Angi, wenn wir noch einmal rechts abbiegen sind wir am Ende der Straße einmal drum herum gefahren!“ den Blick auf die Straße gerichtete und suchend nach irgendwelchen Läden schüttelte Malice resignierend den Kopf. Angelique drehte die Karte einmal und sah sie sich nochmals genauer an. Sie entschieden sich dieses mal links abzubiegen, hatten damit jedoch auch nicht mehr Erfolg als mit der Variante im Kreis zu fahren. Nach einiger Zeit, gaben sie es dann doch auf und kehrten um. Diesmal fuhren sie ungewollt eine andere Strecke und kamen so glücklicherweise an einem kleine Geschäft vorbei, in dem sie dann einfach einen abgepackten Kuchen kauften. Stolz auf sich fuhren sie anschließend Heim.
Charlie war noch nicht da, also hatten sie noch etwas Zeit, um das Geschirr auszupacken und den Kaffee aufzusetzen. Um 17 Uhr klopfte es dann an der Tür. Angelique stand sofort auf und rannte hin, um auf zu machen. „Die Klingel funktioniert irgendwie nicht oder... wir haben es auch schon ausprobiert!“ begrüßte sie die beiden grinsend. „Es sieht noch nicht sehr wohnlich aus, tut uns leid, aber kommt doch einfach ins Wohnzimmer mit, das haben wir schon halbwegs hergerichtet. Malice ist gerade in der Küche und macht Kaffee und Kuchen, naja gut, den Kuchen haben wir gekauft, wir haben keinen Bäcker gefunden!“ bei ihren letzten Worten lächelt Angelique verlegen. Bella und Charlie waren ihr derzeit ins Wohnzimmer gefolgt und setzten sich dort auf eines der Sofas.

Das Wohnzimmer war ja schon eingerichtet, das einzige, was sie geändert haben ist, dass sie die Couch ihrer Mutter gegenüber der anderen Couch gestellt haben, in der Mitte stand ein rechteckiger Tisch aus Buche und am Kopfende gegenüber des Kamins stand noch ein Sessel. An den Wänden hingen viele altmodische Bilder, doch diese hatten sie abgehangen und an deren stelle waren Bilder der Familie und von Tieren getreten. Das große Fenster, welches sich zur Straße hin befand war mit frischen weißen Gardinen geschmückt und rechts und links von weinroten Vorhängen eingerahmt, die perfekt zur Couch passten. Neben dem Kamin stand ein Bücherregel, ebenfalls aus Buche, es war auch schon gut mit Büchern gefüllt.

Kurze Zeit später kam dann auch Malice mit einem Tablett auf dem der Kuchen und Kaffee stand. „Wie ich gehört habe, hast du mich schon verraten, ich wollte so schön prahlen, das ich den Kuchen selber gemacht habe, aber gut die Kaffeebohnen sind ja auch nicht aus unserem Garten... ein Glück!“ lachend stellte sie alles auf den Tisch und schenkte jedem Kaffee ein. Dann setzte sie sich und alle begannen den Kuchen zu essen. „Ich frage mich wo Jean bleibt... ich bin ungern so lange ohne Xavier, nicht, dass er ihm wieder durchgegangen ist“ besorgt blickte Malice in ihre leere Tasse. „Wer ist Xavier?“ fragte Bella und stellte ihre ebenfalls leere Tasse auf den Tisch. „Er ist unser Wolf, ein ganz lieber... meistens!“ antwortete Angelique ihr und lächelte. „Nun denn. Du meintest, dass das mit eurer Mutter eine lange Geschichte ist? Nun wir haben Zeit denke ich!“ Charlie sah sie freundlich an und wartete gespannt auf Malice Antwort. „Hmm, eher langweilig für euch glaube ich. Um es einfach mal kurz zu machen. Sie ist verstorben, kurz bevor wir hergezogen sind. Sie hinterließ uns alles, was sie hatte und damit kauften wir uns das Haus. Wir bekommen monatlich Geld von der Bank, bis wir 18 sind, dann bekommen wir den Rest ausgezahlt.“ sie fasste sich in der Tat kurz, allem Anschein nach wollte sie nur ungern über dieses Thema sprechen. „Woran ist sie gestorben?“ es war Bella, die das Gespräch nach einer kurzen Pause wieder aufnahm. „Tuberkulose“ gab Malice kurz und knapp zu verstehen. „Aber ist das denn nicht heilbar?“ wieder war es Bella, die nachhakte.

Zu ihrer Erleichterung klopfte es kurz danach an der Tür. Malice sprang auf und hörte bereits erfreut das Bellen, was sie so gerne hörte. Sie öffnete die Tür und vor ihr stand ein Bekannter von ihr. „Da hast du mir vielleicht etwas angetan! Hier, ich muss leider gleich wieder los, mach es mal gut“ nicht sehr herzlich überreichte Jean ihr die Leine von Xavier und ging dann wieder. Freudig wedelte der große Wolf mit dem Schwanz und konnte seine Freude nicht recht kontrollieren. Er sprang sie unerwartet an und sie fiel nach hinten um. Halb unter ihm liegend sah sie ins Wohnzimmer, wo die anderen noch immer saßen. Sie blickten alle verwirrt in ihre Richtung, mussten dann aber mit Malice lachen, als Xavier anfing ihr das Gesicht abzulecken. Als sie es dann schaffte, ihn etwas von sich weg zu bekommen setzte sie sich wieder auf die Couch. Und Angelique war das nächste Opfer, welches Xavier sich auserkoren hatte. Er sprang zu ihr auf das Sofa und begrüßte sie genauso stürmisch wie Malice zuvor. „Nun, dass ist Xavier!“ stellte Malice ihn erfreut vor. „Ganz schön wild“ meinte Bella, lächelte aber. „Wer war der Mann, der ihn brachte? Er wirkte nicht sehr freundlich!“ fragte Charlie und sah zur Tür, als würde er Jean noch nachsehen wollen. „Nun, das war ein Freund meiner Mutter... er hat was gegen uns, keine Ahnung wieso, er war heilfroh als er hörte wir ziehen weg, so froh, dass er uns glatt dabei geholten hat!“ Malice zuckte nur mit den Schultern, es schien ihr nicht sonderlich nahe zu gehen, deswegen fragte Charlie auch nicht weiter nach.
„Geht ihr dann auch auf die Forks Highschool?“ Bella schien langsam aufzutauen, denn auch sie stellte langsam aber sicher ein paar mehr Fragen. „Ja, ab morgen, ich bin schon richtig gespannt, ich gehe ungern auf neue Schulen, Angelique macht sich da nicht so viel Sorgen“ antwortete Malice ihr lachend und deutete auf Angelique, die noch immer mit Xavier am herumtoben war. „Wir können ja zusammen fahren, dann seid ihr nicht ganz so allein, ich fahre vor und ihr mir nach, dann findet ihr es auch besser!“ merkte sie an und lächelte zufrieden. „Gar keine schlechte Idee, aber sag, sieht man es mir sogar an, dass ich so ziemlich gar keinen Orientierungssinn hab?“ unsicher sah Malice zu Bella. „Nein, es ist nur, weil Angelique vorhin meinte ihr habt keinen Bäcker gefunden. Die Straße hoch ist einer und wenn ihr den schon nicht gefunden habt, mache ich mir ernsthaft Sorgen, wie ihr allein zur Schule finden wollt!“ Bella setzte ein freches Grinsen auf und erwiderte Malice Blick. „Haha, ach daran liegt es. Nun ja, ich müsste lügen, würde ich behauten, ich fände allein zur Schule! Wahrscheinlich würden wir bei meiner Führung in Mexiko landen“ lachend begann Malice den Tisch abzuräumen und Bella stand auf um ihr zu helfen.
„Wie sind sie denn so an der Schule? Also die Lehrer und die Schüler?“ fragte sie, als sie gemeinsam das Geschirr abspülten. „Eigentlich sind alle ganz okay, außer der Mathelehrer, wirst du ja morgen sehen, man wird unglaublich schnell berühmt, es dauerte keine drei Tage und jeder in Forks wusste, wer ich war an der Schule ging es noch schneller, man kennt auch schnell alle vom sehen“ erläuterte Bella und verzog leicht das Gesicht, als sie an ihren Mathelehrer dachte. „Na dann kann ich mich ja fast auf morgen freuen, ich hoffe sie nehmen uns genauso freundlich auf“ Malice Blick verfinsterte sich, dann seufzte sie und stellt den letzten Teller zum trocken neben die Spüle und trocknete sich die Hände mit dem Handtuch ab, was Bella gerade zum trocken des Tellers benutzte.
Danach gingen beide zurück ins Wohnzimmer. Charlie war gerade dabei sich den Kamin anzusehen. „Malice, Charlie meint wir müssen einen Schornsteinfeger holen, andernfalls würden wir ersticken, wenn wir das Teil benutzen.“ rief Angelique ihr entgegen und klammerte sich noch immer um Xaviers Hals. Charlie klopfte derweil gerade im Kamin an einigen Stellen herum, als es in diesem zu rumpeln anfing. Es geschah alles sehr schnell und wenige Sekunden später kam eine schwarze Rauchwolke aus dem Kamin, in dem Charlie noch immer stand. Er und Angelique husteten und als sich der Staub gelegt hatte begann sie zu lachen und deutete auf Charlie. „He Angi, du siehst auch nicht besser aus!“ stellte Malice fest. Charlie und Angelique sahen sich an und sahen dann zu Bella und Malice, dann fingen alle laut zu lachen an. Malice stütze sich bei Bella ab, um nicht kugelnd auf dem Boden herum zu liegen und Bella tat es ihr gleich. „Ich denke wir benötigen wirklich einen Schornsteinfeger!“ Malice wischte sich die Lachtränen weg und holte dann einen Lappen, damit Charlie sich zumindest das Gesicht abwischen konnte. „Ich geh duschen!“ sagte Angelique noch und rannte dann gleich die Treppe hoch. „Ich denke wir gehen auch langsam los. Ich sage einem Freund Bescheid, der sieht sich den Kamin dann mal an!“ gerade als Charlie ihr die Hand reichen will bemerkte er, dass diese auch vollkommen schwarz war und wollte sie wieder wegziehen, doch Malice schüttelte sie bereits und grinste. Dann reichte sie Bella die saubere Hand. „Ich habe selten so gelacht, ich hoffe wir werden gute Freunde!“ sagte sie offenherzig und Bella nickte lächelnd. „Ich hupe morgen früh zweimal, wenn wir los müssen, seid so gegen halb acht fertig!“ meinte Bella dann noch und schüttelte ihre Hand, dann verließen beide das Haus.

Malice ging hoch ins Bad und wusch sich schnell die Hände. Dann ging sie in ihr Zimmer und holte sich ein paar Sachen, die sie zum schlafen anziehen würde. Während Angelique schon unter der Dusche stand ging sie hinunter ins andere Bad und duschte dort. Danach ging sie ins Wohnzimmer und setzte sich neben Xavier. Doch als sie ihn anfassen will bemerkt sie, dass auch er voller Asche ist und geht erneut ins Bad. „Komm Xavier, so saust du uns die ganze Wohnung ein!“ rief sie und der Wolf folgte sofort, wenn auch nicht sehr begeistert von der Tatsache gleich baden zu müssen.
„Xavier hör auf dich immer zu schütteln, ich bin ja schon ganz nass, nun muss ich mich nochmal umziehen!“ sie war gerade dabei ihm den Schaum aus dem Fell zu spülen, als Angelique in der Tür hinter ihnen erschien. „Die beiden waren ja richtig nett, ich hoffe, wir haben morgen in der Schule auch Erfolg. Aber Malice... ich habe Durst. Können wir nicht mal wieder irgendeinen Kerl aus-“ „Nein Angelique, ich sagte dir schön öfters, dass es so etwas hier nicht mehr geben wird, ich wollte eine Weile in Forks bleiben und außerdem muss es nicht sein, dass wir uns wie Vater ernähren, wie können schließlich auch anders! Oder willst du ihm nacheifern!?“ leicht erzürnt lies Malice ausversehen den Duschkopf fallen. „Nein!! Ist ja schon okay...!“ ohne ein weiteres Wort ging Angelique ins Wohnzimmer und schaltete den Fernsehen ein. Malice hob Xavier aus der Wanne und begann damit ihn zu föhnen, dann rannte er zu Angelique und setzte sich auf einen Sessel. Malice ging nochmals hinauf, um sich trockene Sachen anzuziehen und kam dann wieder hinunter.
Schweigend saßen die zwei noch eine Zeit vor dem Fernsehen, bis sie gegen elf ins Bett gingen. Malice hatte ein Doppelbett, also schlief Xavier bei ihr. Leicht aufgebracht von der kleinen Auseinandersetzung vorhin und aufgeregt wegen morgen, brauchten beide eine Weile um einzuschlafen. Malice war sogar um eins noch wach und wälzte sich hin und her, die Worte ihrer Schwester gingen ihr nicht aus dem Kopf, sie haben eine ganze Zeit lang auch Blut getrunken, aber jetzt, nachdem ihr Vater ihre Mutter getötet hatte, hatte Malice sich geschworen nie wieder Blut zu trinken, aus Angst sie könnte werden wie ihr Vater. Gegen drei Uhr schlief sie dann endlich ein.

Kapitel 2 Begegnungen
Morgens war es Angelique, die als erstes aufstand. Sie ging direkt ins Badezimmer und machte sich frisch. Dann lief sie bequem die Treppen hinunter zur Küche wo sie sich eine Schüssel aus dem Schrank nahm und sich das Müsli schnappte, welches neben dem Kühlschrank stand. Sie schüttete etwas in ihre Schüssel und nahm dann noch eine zweite aus dem Schrank, um schon mal für Malice eine fertig zu machen. Dann nahm sie die Milch aus dem Kühlschrank und gab sie zum Müsli hinzu. Sie setzte sich an den Tisch, der in der Mitte stand und begann zu essen.

Die Küche war groß und geräumig. Sie war mit einer modernen Einbauküche ausgestattet und in der Mitte stand ein großer Tisch mit vier Stühlen. Zum Flur hin war sie, wie auch das Wohnzimmer, offen. Zwei Fenster sorgten für etwas Tageslicht, eines zur Straße und eines zum Haus der Swan´s.

Eine gute halbe Stunde, nachdem Angelique aufgestanden war wachte auch Malice auf. Xavier lag noch neben ihr und schlief. (Du hast die Ruhe weg, also ehrlich...) dachte sie sich und kletterte aus dem Bett. Aus ihrem Schrank kramte sie eine Hose und ein Shirt heraus, steckte sie sich unter den Arm und ging ins Bad. Sie putzte sich die Zähne und wusch sich das Gesicht. Anschließend wollte sie in die Küche hinunter, doch noch zu verschlafen stolperte sei die letzten Stufen hinunter und fiel somit regelrecht in die Küche. Angelique stand gerade am Waschbecken und säuberte ihre Schüssel, als sie es hinter sich rumpeln hörte. Sie wandte sich um und sah Malice, wie sie sich am Türrahmen abstützte. „Tu mir einen Gefallen und krepiere nicht noch vor Schulbeginn!“ platzte es aus ihr heraus, doch zu ihrer Erleichterung lächelte Malice.
Als sie sich wieder etwas erholt hatte von dem Schreck ging sie an einen Schrank und wollt sich eine Schüssel herausnehmen, doch Angelique hüstelte kurz und deutete auf den Tisch, auf welchem die fertige Müsliportion bereits stand. „Normalerweise bist du immer vor mir wach, konntest du nicht schlafen? Es war sicher wegen der Sache, die ich gestern Abend gesagt habe, nicht wahr? Tut mir wirklich Leid, es war dumm von mir!“ „Ich kann dich doch verstehen, es ist ja nicht so, dass es mir nicht auch manchmal so geht, dass ich gerne … naja egal, lassen wir das Thema, wir haben uns ja verstanden“ Malice war bereits am Essen. „Saff ma, hafft du eigenfliff fon deine Taffe gepafft?“ fragte sie Angelique mit vollem Mund. Angelique sah Malice skeptisch an und hob eine Augenbraue. „Klar und deine übrigens auch, Bella müsste immerhin bald los wollen!“ mit diesen Worten brachte sie Malice dazu, sich noch mehr so beeilen und somit schlang sie die letzten Happen Müsli hektisch herunter, bis sie sich verschluckte. Sie hustete und klopfte sich auf die Brust. Angelique schüttelte den Kopf und ging zu ihrer Schwester, um ihr auf den Rücken zu klopfen. Nach einigen Schlägen löste sich der Klumpen in Malice Speiseröhre und sie atmete erleichtert auf.
Gerade als die beiden sich ihre Taschen schnappten und zur Tür hinaus wollten kam ihnen Xavier entgegen. „Ich habe dir dein Fressen in deinen Napf gemacht, pass schön auf unser Haus auf Xavier!!“ sagte Malice noch und strich ihm ein letztes mal durchs Fell, dann schloss sie die Tür. Beide gingen zum Auto und setzten sich hinein, Malice am Steuer und Angelique auf der Beifahrerseite. Sie mussten nicht lange warten, bis auch Bella aus ihrem Haus kam und zu ihrem Wagen ging. Sie stieg ein und lies den Motor aufheulen. Als Zeichen, dass sie bereit waren taten sie es ihr gleich, nur das ihr kleiner Renault lange nicht so laut war, wie Bella´s Wagen. Die beiden mussten Schmunzeln, was Bella in ihrem Rückspiegel sah, doch sie lächelte ebenfalls. Dann fuhren sie los.

Die Strecke zur Schule war nicht sehr lang, einige Minuten später kamen sie bereits an, wobei es Malice und Angelique wohl schneller vorkam, als es war. Sie parkten ihr Auto direkt hinter Bella und stiegen zeitgleich mit ihr aus. Malice zog einen gewaltigen Schub Luft ein und stieß ihn anschließend pfeifend wieder aus. Dann kamen ihnen auch schon die ersten Neugierigen entgegen. Erschrocken wichen Malice und Angelique zurück, mit solch einem Ansturm hätten sie nicht gerechnet.
„Also stimmte das Gerücht doch, dass wir zwei neue Schülerinnen bekommen!“ platzte ein asiatischer Junge heraus. „Eric, geh nicht wieder so ran, sonst packen die zwei ihre Sachen und fliehen aus Forks!“ meinte ein Junge mit blondem, stachligem Haar. „Das sagt nun gerade der richtige Mike!“ Bella sah ihn skeptisch an. „Wie meinst das Arizona?“ er stemmte die Hände in die Hüften und sah Bella an. „Du weißt, wie ich das meine!“ mit diesen Worten wandte Bella sich von ihm ab und lies Malice und Angelique stehen. Gerade als die beiden sich verwirrt und enttäuscht ansahen, drehte sie sich wieder um. „Kommt ihr?“ sie deutete an, dass sie ihr folgten sollten. Erleichtert sprangen die beiden auf und folgten ihr wie ein paar aufgeregte Welpen, die das erste mal die Welt erkunden konnten. Am Eingang zur Schule stand dann plötzlich ein Junge, mit kupferfarbenem Haar. Bella begrüßte ihn freudig und bewirkte somit, dass sich die Schwestern erneut einen fragenden Blick zuwarfen. „Das ist Edward Cullen, mein Freund!“ stellte sie den Jungen vor, als sich der fragende Blick an sie wandte. Die Schwestern nickten Edward zur Begrüßung zu und grinsten sich an. (Edward... ich glaube er lebt in der falschen Zeit, was ein komischer Name...) dachte Malice sich, lächelte Edward aber weiterhin an. Edward hingegen verzog leicht das Gesicht, kaum merklich allerdings.

„Kommt, ich bringe euch ins Sekretariat, wo ihr dann alles bekommt, was ihr braucht!“ gerade als Bella los will kommt von hinten ein weitere Junge angerannt, er war schokoladenbraun und beäugte Malice und Angelique neugierig. „Ihr seid die zwei neuen? Wie heißt ihr? Ich bin Tyler?“ leicht genervt verdrehte Malice die Augen, jedoch so, das Tyler es nicht sehen konnte. „Ich bin Malice und das ist Angelique.“ antwortete sie ihm knapp, in der Hoffnung gleich weiter gehen zu können. Doch er lies nicht so leicht locker, wie Mike und Eric zuvor. „Wow, klingt französisch!“ merkte er an und musterte die beiden Mädchen von oben bis unten. Malice bemerkte, dass es Angelique unangenehm war und versuchte somit das Gespräch schnell zu beenden. „Könnte daran liegen, dass wir aus Frankreich sind!“ platzte es leicht schnippisch aus ihr heraus. Dann ging sie weiter und lies ihn stehen. Verdutzt blickte er den Mädchen nach. „Warum schaut er so? Man könnten meinen, sonst reden ihm alle nur Honig um den Mund!“ genervt strich Malice sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Nun, das machen die meisten wohl auch!“ kam es leise von Edward. Malice schüttelte den Kopf. (Du bist heute irgendwie recht leicht reizbar oder bilde ich mir das ein..) fragte Angelique Malice in Gedanken. Edward sah leicht verwirrt und skeptisch zu den beiden, die sich jedoch nichts anmerken ließen. (Ist das neu? So bin ich doch immer. Aber man, ich hätte nicht gedacht, dass es so... nervend wird...) Malice seufzte. Angelique legte ihr zur Beruhigung die Hand auf die Schulter. Verunsichert nahm Edward Bella´s Hand und beschleunigte das Tempo.
„Da vorne ist das Sekretariat, wir müssen hier zu Bio!“ verabschiedete Bella sich von den Schwestern und ging in den Klassenraum, gefolgt von Edward, der noch immer ihre Hand hielt. Drinnen setzten sie sich an ihren Platz und warten auf den Lehrer. Edward beugt sich leicht zu Bella hinüber, damit die anderen nichts von ihrem Gespräch mitbekommen konnten. „Bella, woher kennst du die beiden und was weißt du über sie?“ fragte er sie leise und sah sie durchdringend an. „Sie sind in das Haus neben uns gezogen, wieso fragst du? Sie sind echt nett!“ verwirrt sah Bella ihn an, sie wusste nicht, worauf er hinaus wollte, er war immer so misstrauisch, was hatten die beidem ihm denn nun wieder getan. „Hmm, wenn du meinst...!“ war alles, was er als Antwort herausbrachte. Fragend sah Bella ihn an, doch Edward ging nicht weiter drauf ein.
Währenddessen waren Malice und Angelique am Sekretariat angekommen und öffneten die Tür. Vorsichtig schaute sie hinein. „Kommen sie ruhig rein Mädchen, hier beißt keiner!“ wurden sie von einer älteren, rundlichen Frau empfangen. (Wie ironisch …) dachte Angelique sich und die Schwestern müssen leise glucksen. Dann betreten beide den Raum und erhalten von der Sekretärin alle Formulare, die sie noch benötigen. „Oh ich sehe gerade du hast als erstes Bio Malice und Angelique mein Kind, du hast jetzt Chemie. Dazu müsst ihr nur-“ „Wir wissen , wo wir hin müssen, haben auf dem Weg hier her die Räume von Chemie und Bio gesehen!“ unterbrach Malice sie. Freundlich lächelnd reichte die Sekretärin ihnen noch den Laufzettel und dann verließen sie den Raum.

„Na dann mal los! Lass uns nicht all zu sehr angeben mit unsrem Wissen, das meiste kennen wir ja schon, aber es ist ja immer wieder lustig!“ lachend sah Malice Angelique an, dann trennten sich die Wege der beiden. Gerade als es klingelte kamen beiden an und gingen hinein. „Ah, du musst Malice sein, die ältere der beiden Schwestern, wenn mich nicht alles täuscht?“ wurde sie sofort von dem Lehrer begrüßt. Sie reichte ihm stumm den Laufzettel und wartete, dann sah sie durch den Raum und suchte nach einem Platz. „Hier. Setzt dich doch hinten neben Mike Newton!“ es klang zwar wie eine Bitte, war aber dennoch eine Aufforderung, der Malice auch gleich nachging. (Sprich mich ja nicht an du Weiberheld...) dachte sie sich und lies sich neben ihm nieder. Unauffällig rückte sie etwas von ihm weg. „Hi, ich bin Mike Newton, wir haben uns ja vorhin kurz gesehen, erinnerst du dich?“ „Nein, tut mir Leid!“ sagte sie und wandte den Blick nach vorn zum Lehrer. (Und er hat es doch getan...) den Rest der Stunde lies Mike sie in Ruhe, anscheinend hatte er bemerkt, dass sie lieber dem Unterricht folgen wollte, als sich mit ihm zu unterhalten.

Währenddessen hatte Angelique das Glück mit Tyler in einem Raum zu sein. Sie reichte ihrem Lehrer den Laufzettel und dieser unterschrieb, dann gab er ihn ihr zurück und forderte sie auf, sich auf den freien Platz neben Tyler zu setzen. Als Angelique diesen Namen hörte, erinnerte sie sich wieder an den schokoladenbraunen Jungen von vorhin und als sie aufsah, um nach genanntem freien Platz zu suchen, sah sie ihn auch wieder. Sie konnte ein Seufzen nicht unterdrücken und ging zu ihrem Platz. Tyler schien die Gelegenheit ausnutzen zu wollen, Angelique ohne ihre Schwester anzutreffen. „Deine Schwester ist ein wenig bissig, kann das sein?“ er grinste sie breit an. Verlegen und nicht wissend, was sie sagen sollte strich sie sich eine Strähne hinters Ohr und zwang sich zu einem Lächeln. Als er wieder etwas sagen wollte kam sie ihm zuvor. „Bitte! Ich möchte etwas vom Unterricht mitbekommen, würdest du so freundlich sein und den Mund halten!“ sie war erstaunt über sich selber, dass sie es geschafft hatte, so etwas zu ihm zu sagen. (Malice ist wohl doch keine so schlechte Lehrerin oder ein schlechtes Beispiel, wie es Mom manchmal sagte.) Sie kicherte leise und zufrieden in sich hinein.
Es wurde zwar ein Thema behandelt, welches sie schon kannte, aber als gäbe es noch Themen, die sie nicht in und auswendig beherrschte. Dennoch schrieb sie alles mit, auch wenn sie die Aufzeichnungen sicher schon dreimal bei sich zu Hause hatte.

Es klingelte und Malice stand so schnell auf, das Mike nicht einmal einatmen konnte. Und eh er sich versah war sie bereits bei Bella. „Wir haben jetzt Sport, nicht wahr, gehen wir zusammen zur Turnhalle? Angi macht auch Sport“ sprach sie Bella direkt an. „He, ich habe auch Sport!“ ertönte Mike´s Stimme hinter den beiden. (Wie wunderbar...) dachte Malice genervt und verdrehte die Augen. „Ich kann ja mit euch kommen, dann sammeln wir noch Angelique ein und gehen zu viert!“ sein Vorschlag gefiel Malice nicht im geringsten. (Eine wirklich tolle Idee...) seufzend sah sie Bella an. Edward grinste leicht vor sich hin. „Und danach gehen wir in die Cafeteria!“ entschied er einfach so und ging mit Bella los. Malice sah den beiden nur noch sprachlos nach. (Nicht auch das noch... hab Gnade man!!) Edward gluckste leicht, was Malice dazu brachte, sich zu ihm umzudrehen. Sie zog eine Augenbraue hoch und sah ihn an. „Ja?“ sie verzog das Gesicht, doch Edward sagte nichts, stattdessen ging er an ihr vorbei aus dem Raum. Verdattert stand sie da, dann verschränkte sie die Arme und schüttelte den Kopf.Als sie merkte, dass sie die letzte im Raum war beeilte sie sich um Bella und Mike einzuholen.

Angelique stand vor ihrem Klassenraum und wartete, da sie eh nicht wusste wo es zur Turnhalle ging, hoffte sie Malice würde vorbeikommen, allerdings entdeckte sie nach kurzer Zeit Mike und gab die Hoffnung auf, dass Malice kommen würde, niemals würde sie sich freiwillig in seiner Gegenwart aufhalten. Deswegen staunte sie auch nicht schlecht, als sie hinter ihm und Bella ihre Schwester entdeckte, die stumm vor sich hin fluchte. Sie musste grinsen, was Malice nicht sehr erfreute, als sie bei ihr ankam. (Sei bloß still!! Ich wurde eben überstimmt...) Angelique hob abwehrend die Hände und schloss sich den drein an. (Meinst du nicht, dass es ein wenig riskant ist für uns, am Sport teilzunehmen?) fragte Angelique in Gedanken. (Wieso, denkst du etwa, du kannst dich nicht beherrschen? Ich liebe Sport! Wenn du meinst, du schaffst es nicht, dich zusammen zu reißen wechsle doch zum Erdkundekurs.) Schockiert über diesen Vorschlag schüttelte Angelique den Kopf. Malice grinste. „Da vorne ist die Turnhalle!“ merkte Mike an, als sie das Schulgebäude gerade verlassen hatten. Er bemerkte das glitzern in Malice Augen, war sich jedoch nicht sicher, ob er sie nochmals ansprechen sollte. „Du... du magst Sport?“ fragte er vorsichtig. „Ich liebe Sport!“ zu seiner Überraschung antwortete sie ihm völlig normal, als wäre nie etwas gewesen. Er war eigentlich der Meinung, irgendetwas falsch gemacht zu haben, doch diese Reaktion bestärkte ihn wieder, etwas mehr mit ihr zu reden. „Der Sportlehrer ist echt in Ordnung! So Mädels, ich muss hier hinein!“ während Bella, Malice und Angelique in die Mädchenumkleide gingen, machte Mike sich natürlich dazu auf in die Jungenumkleide zu gehen.

In der Umkleide trafen die drei Mädchen noch auf zwei Freundinnen von Bella. „Darf ich vorstellen, das sind Jessica und Angela!“ meinte Bella und deutet zuerst auf das dunkelblonde Mädchen und dann auf das mit der Brille. Malice und Angelique nickten wie immer nur zur Begrüßung. „Ich bin Malice und das ist Angelique, freut mich“ sie schenkte den beiden neuen Freundinnen ein warmes Lächeln und zog sich dann um. Sie strengte sich an, dass niemand ihren Rücken sehen konnte und somit wandte sie diesen in Angelique´s Richtung. Dennoch Jessica sah es, die langen Narben die sich von oben bis unten über Malice Rücken erstrecken. „Ach du meine Güte, was hast du denn da gemacht?“ sie zeigte keinerlei Scheu, sondern fragte frei drauflos. „Ein Unfall in meiner Kindheit, ein Bär!“ „In Frankreich?“ hakte Angela skeptisch nach. „Nun, es ist nicht so, dass es in Frankreich keine Wälder und Bären gäbe!“ Malice zwang sich zu einem Lächeln. (Hättest du dir nichts logisches ausdenken können? Bären in Frankreich... also ehrlich...) Malice warf Angelique nur einen finsteren Blick zu.
Als sie dann endlich fertig mit umziehen waren betraten sie die Turnhalle. Sie begrüßten ihren Lehrer und dann fingen sie auch gleich mit Volleyball an. Erfreut hüpft Malice auf der Stelle herum. „Sie liebt Volleyball!“ meinte Angelique lächelnd zu Bella, diese erwiderte das Lächeln, konzentrierte sich dann aber auch gleich darauf, den Bällen auszuweichen. Malice grinste nur, als sie das mitbekam und sprang deswegen immer schützend vor sie, um den Ball zu Jessica zu passen. „Ein echtes Dreamteam!“ sagte Bella und sah zu Jessica und Malice, die das Spiel fast alleine bestritten. (He! Ich steh hinter dir, also pass mir auch mal den Ball zu!) forderte Angelique Malice auf, als der Ball abermals in ihre Richtung flog. Gelassen nahm Malice den Ball an und passte ihn in die Luft, um dann zur Seite zu gehen und Angelique den Ball über Netz schmettern zu lassen. Das Team von Malice, Jessica, Bella, Angelique und den anderen gewann mit 21 zu 10.
Nach einer weiteren Runde, die sie allerdings wieder gewannen ging es ab in die Umkleide. „Jetzt habe ich aber Hunger sage ich dir!“ lachend begann Angelique sich umzuziehen. „Du hast doch immer Hunger Angi!“ meinte Malice und lachte. „He!!“ ärgerte Angelique sich, doch das brachte Jessica, Angela und Bella auch zum lachen. Sie waren schnell fertig und trafen im Flur auf Mike und Eric. Schon fast panisch sah Angelique sich nach Tyler um, doch dieser war zu ihrer Erleichterung nirgends zu sehen. Und so gingen die fünf Mädchen, nun mit Mike und Eric im Schlepptau, in Richtung Cafeteria.

Kapitel 3 Die Cullens
Vorerst gingen Malice und Angelique wirklich mit an Bella´s Tisch, doch dann stellten sie fest, dass sie lieber etwas für sich sein wollten und wechselten an einen leeren Tisch. Gerade als Angelique zu essen begann viel mein Blick auf den Tisch, an dem Edward saß. Angelique saß mit dem Rücken zu ihnen. Skeptisch beobachtete Malice die fünf, bis sie feststellten, wie hübsch alle von ihnen waren. (Die Cullens also...) sie wandte sich ihrem Essen zu und bemerkte deshalb auch nicht Edward´s Blick. „Sag mal, wollen wir heute Nachmittag einkaufen gehen? Wir brauchen doch noch Kleider und Schuhe für den Frühlingsball.“ fragte Malice und trank nebenbei einen Schluck von ihrer Cola. Angelique, die gerade ihr belegtes Brötchen hinunterschlang als würde sie die nächsten Tage nichts zu Essen mehr sehen, sah erfreut auf und nickte zustimmend, da ihr Mund zu voll war, um ihn sicher zu öffnen. „Gut, dann müssen wir nur noch fragen wo und vor allem, wie man dahin kommt, die Karten, die es für Forks gibt kommen mir alle spanisch vor!“ „Mali, dir kommen alle Karten spanisch vor!“ Malice trat Angelique unter dem Tisch leicht gegens Bein,wodurch Angelique sich verschluckte. „Das hast du nun davon, als könntest du Karten lesen, du musst schon froh sein, wenn du dich in unserem Haus nicht verläufst!“ schmollend wandte sie den Blick ab, sodass dieser wieder bei den Cullens landete.

Noch während die zwei Schwestern sich stritten, wer den schlechteren Orientierungssinn hatte, unterhielt Edward sich mit den anderen an seinem Tisch über sein heutiges Erlebnis. „Mit diesen beiden stimmt etwas nicht, ich weiß nicht was es ist. Sie essen und trinken und wirken recht normal auf den ersten Blick, auch haben sie blaue Augen, zumindest das blonde Mädchen, wobei es bei der kleineren wohl Kontaktlinsen sind, dennoch haben sie nicht menschliche Kräfte!“ erläuterte er den anderen in so leisem Ton, das selbst wenn jemand neben ihnen gestanden hätte, er es wohl nicht gehört hätte. „Was meinst du damit? Drück dich mal bitte etwas klarer aus!“ wird er von dem Mädchen mit den langen, blonden Haaren angesprochen. „Rosalie ich weiß es doch eben nicht. Vorhin, als ich sie das erste mal sah, konnte ich mit anhören, wie sie sich scheinbar in Gedanken unterhielten“ „Scheinbar oder wirklich? Edward wirst du paranoid?!“ fragte nun ein Junge mit dunklen, kurzen Haaren. Edward knurrte leicht erzürnt, setzte dann aber wieder an. „Ich bin mir sicher Emmett, es war so! Wir sollten Carlisle fragen, vielleicht kann er uns das erklären!“ alle in der Runde nickten nur und standen dann auf, um einer nach dem anderen die Cafeteria zu verlassen. „Mein ihr, ich sollte Bella von ihnen fern halten? Vielleicht sind die zwei gefährlich?!“ fragte er, als sie gerade zur Tür herausgehen. „Ich weiß nicht Edward, aber du meintest doch, sie wirken normal und sie sehen auch nicht gefährlich aus... allerdings kann ich sie in meinen Visionen nicht sehen, ein Punkt mehr, den uns Carlisle vielleicht erklären kann, aber du solltest nicht unnötig die Pferde scheu machen!“ das Mädchen mit den kurzen braunen Haaren strich Edward beruhigend über die Schulter. Unsicher wandte Edward sich zum gehen und machte sich auf zu seiner nächsten Unterrichtsstunde. „Wir werden sehen Alice...“ fügte er noch abschließend hinzu. Der letzte im Bunde, ein Junge mit dunkelblonden, gelockten Haaren seufzte leise. „Ja Jasper ich weiß was du meinst!“ kam es von Emmett, der breit vor sich hin grinste.

Zur selben Zeit unterhielten sich an Bella´s Tisch alle über die zwei neuen. Sie fragten Bella aus, so wie Edward es im Biologieunterricht getan hatte. „Nun, sie sind aus Frankreich hergezogen und wohnen in dem Haus neben uns. Sie sind echt nett, wenn auch ein wenig schräg, sie haben einen Wolf als Haustier, ein recht schönes Tier, aber auch etwas unheimlich. Ich glaube Malice hat einen kleinen wenig zu großen Beschützerkomplex, aber sonst ist sie sehr nett, wir haben viel gelacht gestern. Angelique ist anfangs eher ruhig, genau genommen kann ich glaube ich sagen, dass sie mir vom Wesen her ein wenig ähnelt. Oh, sie kommen her?“ erzählte sie Jessica, Angela, Mike und Eric ausführlich. „Hey, setzt euch doch!“ wurden die zwei Mädchen gleich von Mike aufgefordert. Die beiden gingen der Einladung wortlos nach und setzten sich. „Sagt mal... also es ist so, Angi und ich bräuchten noch Ballkleider, für den Frühlingsball. Allerdings wissen wir nicht, ob es solche Läden hier gibt oder eher, wie man dort hinfindet!“ fragte Malice direkt und alle sahen sich an, um auszumachen, wer antworten sollte. Es war Jessica, die das Wort ergriff. „Ich kann euch hinfahren, wenn ihr wollt, ich habe auch noch etwas zu erledigen, es ist aber ein Stückchen. Ihr könnt euch ja alles suchen, was ihr braucht und ich erledige meinen Kram, danach fahren wir zusammen zurück!“ schlug sie vor. Malice und Angelique nickten erfreut, dann ertönte das Klingeln zum Ende der Pause. „Wo müsst ihr als nächstes hin?“ wollte Eric wissen. „Französisch!!“ kam es wie aus einem Mund. „He, wie schwer für euch!“ sagte er grinsend. „Da seid ihr aber die einzigen von uns, ich bringe euch noch hin, Mike und ich müssen zum Informatikkurs, das liegt auf dem Weg!“ sein freundliches Lächeln lud die beiden ein, es ihm gleich zu tun. Sie halfen den anderen noch bei abräumen des Tisches und verließen dann die Cafeteria.

Nachdem dieser erste Schultag endlich vorbei war, warteten die beiden Schwestern bereits an ihrem Auto auf Jessica, um mit ihr zu besprechen, wann sie sich treffen wollten. Während sie dastanden und warteten kam bereits Edward aus dem Gebäude, gemeinsam mit Bella. Gerade als sie zu den beiden gehen will, hält Edward sie am Arm fest. Doch dann lies er sie ohne etwas zu sagen wieder los. „Was ist los mit dir? Erst vorhin in Bio und jetzt das. Wirst du paranoid?“ wir vorhin bereits bei Emmett knurrte Edward. „Sei einfach vorsichtig!“ „Das bin ich doch immer!“ konterte sie nicht ganz wahrheitsgemäß, dann ging sie zu den Schwestern. „Dir kann man aber auch sagen was man will oder? Papa!“ warf Emmett ihm an den Kopf. „Ach sei still!“ Edward stieß ihm bei diesen Worten leicht in die Rippen. „Lass uns einfach zu Carlisle fahren!“ forderte er die anderen dann auf, die auch sofort ins Auto stiegen. Edward schmiss den Wagen an und fuhr los. Als er an Bella und den Schwestern vorbei fuhr nickte er ihnen zum Abschied zu, während Emmett leicht übertrieben mit der Hand wedelte. „Musst du immer übertreiben Emmett?“ fragte Rosalie und schüttelte säuerlich den Kopf. „Du kennst mich, was soll also diese Frage?“ antwortete er und grinste breit. Resignierend lies Rosalie den Blick aus dem Fenster schweifen und seufzte.

„Wer sind die eigentlich? Die haben uns in der Cafeteria so komisch angesehen und es wirkte, als hätten sie über uns geredet!“ fragte Malice, als der silberne Volvo nicht mehr zu sehen war. „Das sind die Cullens. Carlisle Cullen ist der Arzt dieser Stadt und das sind seine Adoptivkinder!“ als sie dies erklärte war Bella schon dabei ihren Transporter zu öffnen. Sie schmiss ihre Sachen hinein und schlug anschließend die Tür wieder zu. „Jessica müsste eigentlich gleich kommen!“ sagte Bella, als sie den prüfenden Blick Richtung Schule bei Malice bemerkte. Malice nickte nur stumm und war auf einmal nicht mehr so gut drauf wie zuvor. „Was ist mit ihr?“ Bella wandte sich leise an Angelique, während Malice abwesend vor sich hin starrte.
Mit einem mal zog ein starker Wind auf. Prüfend reckte Malice die Nase in die Luft, dann wurde ihr Blick ernster. (Es riecht nach Gefahr!!) meinte sie in Gedanken zu Angelique und diese begann sofort sich auch in alle möglichen Richtungen umzusehen. (Woher kommt es, ich kann nicht sehen und ich spüre auch nichts!!) erneut wurde der Wind stärker. Malice schloss die Augen und sah sich nun mit ihrem inneren Auge genaustens um. Der Wind trug sie in alle möglichen Richtungen davon, doch konnte sie den Ursprung des Übels nicht finden. Unzufrieden über diese Tatsache knurrte Malice leise. (Siehst du immernoch nichts? Ich kann es riechen, aber ich sehe nicht, wo es herkommt, der Wind verschweigt mir etwas!!) stellte Malice schockiert fest und öffnete die Augen wieder. (Wie kann das sein? Das war doch noch nie der Fall!! Aber mir geht es ähnlich, irgendetwas blockiert mich!) leicht verzweifelt suchten die beiden nach dem Ursprung.
„Was ist denn los?“ auch in Bella´s Stimme konnte man einen leicht panischen Unterton erkennen. Dann wieder. Ein starker Windzug, südlich der Richtung, in die sich die beiden orientierten. „Da ist er!“ entfuhr es Malice, jedoch nicht lauter, als das Bella und Angelique sie hören konnten. Doch es war bereits zu spät. Einer der riesigen Bäume stürzte auf Bella und Angelique hinab. Gerade als sie Bella zur Hilfe eilen wollte sah sie ihn. Den Ursprung, für den ganzen Trubel. Schockiert blieb sie wie angewurzelt stehen. Angelique war bereits zur Seite gesprungen, doch Bella hatte sich ihre Jacke in der Tür eingeklemmt. Dann verschwand der Kerl, der für all das verantwortlich war und Malice kam wieder zu sich, gerade noch rechtzeitig um zu Bella zu spurten und ihre Jacke aus der Tür zu reißen, zwar musste sie in der Eile die gesamte Tür herausreißen, doch das war zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich von Belang. Sie riss Bella und die Tür zur Seite, als der Baum auch schon den Transporter unter sich begrub. Bella und Malice schlugen hart auf dem Boden auf und die Scheibe des Autos zersprang in tausend Einzelteile und Bella klemmte sich den Arm ungünstig zwischen der Tür und dem Betonboden ein. Angelique konnte sogar noch das knacken der Knochen hören, als sie sich den Ellenbogen brach.
Das ganze war in nur wenigen Sekunden geschehen, alle die weiter weg waren schauten erschrocken in unsere Richtung. Vorsichtig half ich Bella auf die Beine und achtete dabei gut auf ihren gebrochenen Arm. „Verdammt, ich habe es zu spät gesehen...!!“ fluchte Malice erzürnt. „Nein, das hast du nicht! Du hast im entscheidenden Moment aus irgendeinen Grund gezögert! Was hast du gesehen?“ auch Angelique war aufgebracht und brüllte Malice fast an. „Dummkopf, nicht so laut! Lass uns Bella ins Krankenhaus fahren!!“ erzürnt zischte Malice ihre jüngere Schwester an und und half Bella zum Auto. „Halt den Arm ruhig!“ mahnte sie Bella noch und stieg dann ein. „Keine Sorge, wir bringen Bella ins Krankenhaus, sie hat sich beim Aufprall den Arm gebrochen!“ rief Angelique der fragend dreinschauenden Menge zu und stieg dann hinten zu Bella ins Auto. „Bella, du musst mir den Weg sagen, ich weiß nicht, wo das Krankenhaus ist!“ Malice Stimme war panisch, doch ob es am Adrenalin lag oder an dem Mann, den sie vorhin sah, es war nicht sicher.

Mit Bella´s Hilfe kamen die drei auch nach kurzer Zeit im Krankenhaus aus an. Malice half ihr aus dem Auto und sie gingen zu dritt hinein. Bella wurde sofort zum röntgen geschickt, während Malice und Angelique im Wartezimmer Platz nehmen sollten. Nach einer halben Stunde kam eine Krankenschwester zu ihnen und forderte sie auf ihr zu folgen. Malice zitterte noch immer am ganzen Leib. Doch sie und Angelique hatten in der Zeit im Wartezimmer kein Wort miteinander gesprochen. Die Krankenschwester führte die beiden zu Bella, die auf einem Krankenbett saß und ihren Arm mit Eis kühlte. Malice rannte aufgebracht zu ihr. „Bella!! Es tut mir so Leid, ich war nicht schnell genug, hätte ich besser... also schneller reagiert und so, es tut mir so Leid!“ sie sah Bella flehend an, doch diese hob beschwichtigend die gesunde Hand. „Malice, ohne dich hätte mich dieser Baum in den Boden gerammt, dann würde ich jetzt aussehen, wie mein Transporter!“ doch auch diese Worte konnten Malice nicht beruhigen, aber bevor sie wieder etwas sagen konnte tauchte der Arzt hinter ihr auf, hinter ihm stand Edward. Malice verstummte und wich zurück.
Sie waren allein im Zimmer, nur Bella, Edward, der Arzt und die beiden Geschwister. „Wie konntest du es wagen!“ knurrte Edward sie an. Als er sich auf Malice stürzen wollte packte Bella ihn am Arm. „Was soll das?! Sie hat mir das Leben gerettet Edward! Zwar auf eine unerklärliche Weise, aber das hast du ja auch so getan. Tatsache ist, ich würde ohne sie nicht mehr leben, also geh sie nicht so an!!“ erklärte Bella hektisch, um ihn zu beruhigen. „Du scheinst so etwas ja anzuziehen Bella!“ meint nun der Arzt und sah sich die Röntgenbilder genauer an. „Ich denke um einen Gipsverband wirst du nicht drum herum kommen!“ der Arzt ging ganz normal seiner Arbeit nach, als hätte er vom Gespräch eben nichts mitbekommen.

Malice setzte sich auf einen Stuhl und versuchte sich zu beruhigen. (Er kann es nicht gewesen sein, das ist unmöglich!!! Wie verdammt soll er so schnell hierher gefunden haben und warum? Er hatte kein Interesse an uns, warum sollte er uns einen so langen Weg nachlaufen, das ist absurd.) beruhigend legte Angelique ihr eine Hand auf die Schulter, sah sie aber besorgt an. (Meinst du Vater?) sie blickte neutral drein, um keine Aufmerksamkeit zu erregen, allerdings wusste sie nichts von Edward´s Fähigkeit, doch dieser war auch nicht so unhöflich weiter zu zuhören sondern fragte direkt. „Euer Vater hat das gemacht?“ wütend hob Malice den Blick und starrte Edward an. „Du wagst es? Nun denn, selbst wenn ich dir sagte, dass unser Vater schuld ist, was würdest du tun? Ein kleiner... nein warte... du kannst Gedanken lesen, du bist kein Mensch!“ „Und du?“ „Das, das ist kompliziert und unwichtig!!“ sie stand auf und wollte gehen, doch bevor sie die Tür öffnen konnte stand Edward an dieser und drückte sie zu. „Lass mich raus!“ „Erst wenn du mit uns geredet hast, Bella ist wegen dir verletzt worden, hast du das vergessen?“ „Wie könnte ich...“ Malice senkte betrübt den Blick und musste ein paar Tränen unterdrücken. „Sei nicht so hart zu ihr Edward, es ist sicher nicht ihre Schuld!“ sprang der Arzt ein, als Edward weiter reden wollte. „Es ist nicht deine Schuld!“ kam es nun von Angelique. „Lass diesen Idioten doch reden, er hat keine Ahnung!!! Reißt nur das Maul auf, obwohl er nichts versteht!!!“ brüllte sie Edward wütend an. Erstaunt sah Bella auf und auch Edward blickte leicht verdattert drein. Man würde es dieser kleinen, zierlichen Person einfach nicht zutrauen, dass sie so laut werden konnte. „Nun denn junge Dame, wärst du denn dann so frei es uns zu erklären?“ fragte der Arzt freundlich und machte sich daran Bella ihren Gipsverband anzulegen. „Nein, unsere familiären Sachen gehen euch nichts an... denke ich... wir werden Forks einfach wieder verlassen, dann geht er auch!“ wandte Malice ein, kurz bevor Angelique mit der Erklärung beginnen konnte. „Und damit ist es erledigt?“ fragte der Arzt skeptisch und sah Malice nun direkt an.

„Moment, ihr sagtet doch, eure Mutter sei an Tuberkulose gestorben? Und vorhin war euer Vater da, der das getan hat. Er wollte sicher nicht mich erwischen, also was ist da los?“ Bella sah in die Richtung der Geschwister. „Unsere Mutter starb nicht an Tuberkulose... unser Vater tötete sie vor 17 Jahren... uns lies er am Leben, deswegen gingen wir nicht davon aus, das er uns folgen würde, er hätte uns gleich mit töten können...“ „Was seid ihr?“ hakte Bella weiter nach. Es schien, als würde Malice nur auf Bella´s Fragen antworten, also ließen der Arzt und Edward sie gewähren. „Vampire... zu einem Teil zumindest. Die andere Hälfte ist Mensch. Unsere Mutter war ein Mensch!“ „Nun, das erklärt auch, warum Alice euch nicht in ihren Visionen sehen konnte und es erklärt, warum ihr essen und trinken könnt und eure Augenfarbe, die eurer Mutter, nicht wahr? Somit ist das klar, aber was fangen wir mit dieser Situation an? Wollt ihr den Rest eures Lebens auf der Flucht sein?“ der Arzt hatte den Verband fertig und widmete sich nun vollkommen der leicht verstörten Malice. „Carlisle, das ist doch nicht unser Problem oder?“ warf Edward dazwischen, doch der Arzt, Carlisle Cullen, überhörte diese Bemerkung schlicht. Doch Malice schwieg. „Wir können euch helfen. Es ist nicht, dass es erst, seit ihr hier seid so ist. Es scheint ein neues Rudel in Forks zu sein, es geschehen immer mehr Morde. Ist euer Vater in einem Rudel?“ Carlisle war mittlerweile etwas näher an Malice herangetreten und ging nun vor ihr in die Hocke. „Rudel... ein... ja!!“ da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Doch auch, wenn sie jetzt wusste, dass es nicht ihre Schuld war, so war die Tatsache, dass das Rudel ihres Vaters Forks unsicher machte weniger erfreulich, als der Gedanken, er sei allein hier. „Was weißt du über das Rudel!“ fragte er einfühlsam weiter nach. „Es sind sieben, also waren es, es könnten schon mehr sein. Nein! Es sind sicher bereits mehr. Wie dem auch sei, Vater ist der Anführer. Einer von ihnen war immer sehr nett zu uns, bevor Vater sich so veränderte. Einer war sehr gefährlich er kann Menschen kontrollieren und Vater er beherrscht soetwas wie Psychokinese, er kann alle Fähigkeiten blockieren, die andere Vampire mit sich bringen, zumindest meist“ beim erzählen strich Malice sich über den Kopf. „Gut, ich denke das reicht erst einmal. Du und deine Schwester ihr solltet erst einmal nach Hause und euch ausruhen, wir überlegen in den nächsten Tagen, was wir tun können, sie haben eh ab morgen Sonne angesagt, also können Edward und die andren ohnehin nicht in die Schule gehen. Ich schicke ihn vorbei, er holt euch morgen früh ab, noch bevor die Sonne aufgeht, seid also vorbereitet. Bei uns zu Hause können wir dann alles etwas genauer besprechen!“ er stand auf und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Vampire konnten nicht in die Sonne, da ihr Körper im Sonnenlicht zu glitzern begann, wie frisch gefallener Schnee. Das wussten die Schwestern bereits nur zu gut von ihrem Vater und den anderen Vampiren in seinem Rudel. Die Schwestern hingegen hatten das Glück durch ihre menschliche Seite damit keinerlei Probleme zu haben.

„Sollen wir dich mitnehmen Bella?“ fragte Malice unsicher. „Mein Vater ist schon auf dem Weg hier her ist in Ordnung.“ antwortete sie und die beiden Schwestern verließen den Raum. „Ich sagte dir doch, sei vorsichtig!“ meinte Edward zu Bella und hauchte ihr dann einen leichten Kuss auf die Lippen. Nur wenige Minuten später stand dann auch Charlie auf der Matte und nahm sie mit nach Hause.

Malice und Angelique sind in der Zwischenzeit zu Hause angekommen. Zwar wurden sie stürmisch von Xavier begrüßt, doch war die Stimmung zu gedrückt, als das jemand ein nettes Wort zu ihm sagen konnte. Beide waren erschöpft von diesem nervenaufreibenden Tag und gingen ins Bad. Malice unten und Angelique oben. Anschließend verschwanden sie in ihre Zimmer, wünschten sich allerdings vorher noch eine Gute Nacht und schlossen dann die Türen. Xavier schlief wieder bei Malice mit im Bett. Und dieses mal fiel es ihr vor Erschöpfung auch leichter einzuschlafen. Sie schloss ihre Arme um Xavier und drückte sich an ihn.
Diesmal war es Angelique die noch eine ganze Weile wach da lag und vor sich hin grübelte, auch hatte sie Angst zu schlafen. So drehte sie sich nur von einer Seite auf die andere, bis sie sich entschied aufzustehen und zu Malice hinüber zu gehen. Sie öffnete leise dir Tür, Xavier und Malice hoben dennoch ihre Köpfe und sahen zu ihr. Dann krabbelte Angelique mit unter die Decke und legte sich auf die andere Seite von Xavier. Anschließend umarmten beide den Wolf und hielten jeder eine Hand des anderen, bis sie endlich einschliefen.







--------------------
user posted image
Top
Edward Cullen
Posted: Apr 10 2009, 07:36 PM


Administrator


Group: Admin
Posts: 47
Member No.: 1
Joined: 19-January 09



Kapitel 4 Vorbereitungen
Am nächsten morgen wollten beide nicht so recht wach werden, da sie zu spät eingeschlafen waren. Während die Schwestern friedlich vor sich hin schlummerten schreckte Xavier mit einem mal hoch. Erst sah er sich ruhig um, dann begann er laut zu Knurren, wodurch die Geschwister aufwachten. Leicht erschrocken sahen sie Xavier an, doch fanden sie schnell heraus, weshalb er so aufgebracht war. Malice rieb sich die Augen und entdeckte schemenhaft Edward, der vor dem Fenster stand. Zwar konnte sie ihn nicht genau erkennen, doch anhand seiner Statur und seinem Geruch wusste sie, dass er es war. „Ihr wolltet einfach nicht aufwachen, deswegen ging ich davon aus, dass ihr sehr erschöpft wart und wollte euch nicht wecken!“ kam es leise von ihm. Nun erkannte auch Angelique, mit wem sie es zu tun hatte.
Malice strich Xavier beruhigend durchs Fell, wodurch er sich binnen Sekunden beruhigte, da er merkte, es war alles in Ordnung. „Bist du irgendwie pervers oder ist das ein Hobby von dir, andere beim schlafen zu beobachten? Vor allem einfach ohne Erlaubnis in dessen Wohnung zu dringen? Wir sollten was für die Sicherheit unseres Hauses tun, sonst kann hier bald jeder ein und ausgehen, der gerade Lust dazu hat...“ beschwerte Angelique sich lautstark, zu laut für Malice an diesem frühen Morgen, sie knurrte leise vor sich hin. Ohne ein weiteres Wort verließ Edward das Haus wieder und wartete den Rest der Zeit bei Bella im Auto. „Wie geht es den beiden? Ehrlich ich finde das nicht okay, wenn du bei ihnen jetzt auch schon durchs Fenster einsteigst, nicht aus Eifersucht, sondern einfach um der beiden Willen!“ leicht besorgt sah sie zum Haus hinter sich. „Angelique hat sich auch ausgiebig darüber beschwert. Nun, allerdings schienen beide erschöpft gewesen zu sein. Ich kenne mich mit Halbwesen nicht aus. Jedenfalls wollte ich sie nicht aufwecken, sie müssen ihren Grund gehabt haben zu verschlafen. Ich war gestern schon nicht sehr freundlich, aber da war ich aufgebracht, weil du verletzt wurdest. Und nun ja, wir hätten natürlich auch ewig warten könnten, denn ich denke die zwei wären selbst jetzt noch nicht wach, wenn der Wolf sie nicht mit seinem Knurren geweckt hätte“ erklärte er ihr ausführlich, richtete seinen Blick aber prüfend auf die Straße. „Xavier“ kam es prompt von Bella. „Hmm?“ er sah sie leicht verwirrt an. „Der Wolf. Er heißt Xavier!“ antwortete sie und drehte sich zum Haus um.

In dieser Zeit machten sich die Schwestern schnell fertig. Direkt nachdem Edward das Zimmer wieder verlassen hatten waren sie ins Bad gerannt, um sich etwas frisch zu machen und die Zähne zu putzen. Malice kramte ihre Jeans mit den Löchern an den Knien heraus und zog sich ein rotes T-Shirt mit römischen Zeichen drauf an. Angelique hingegen entschied sich für das luftige, knielange, hellblaue Kleid, mit Spagettiträgern. Da ihre Körpertemperatur über der eines normalen Menschen´s lag, machte ihnen die Kälte, die in Forks selbst noch bei Sonne herrschte, nicht viel aus. In der Küche trafen sie dann wieder aufeinander. Malice war bereits fertig und füllte nur noch schnell etwas Futter für Xavier in seinen Napf, dann gingen die beiden in den Flur und zogen sich ihre Schuhe an. Keiner von beiden hatte sonderlich großen Appetit, demnach machte es ihnen auch nichts aus, keine Zeit zum frühstücken zu haben. Vorsorglich postierten sie wieder Xavier vor der Tür und schlossen so oft es ging ab. Angelique rannte bereits zum Auto, während Malice sich noch Tür und Fenster genau ansah, damit auch ja niemand ins Haus kam. Dann öffnete sie den Schlitz der Briefklappe und sah nach ob Xavier seinen Posten hielt. Freudig wedelte er mit dem Schwanz und sie lächelte ihn an. „So ist es brav, pass schön auf unser Heim auf, wer weiß, wer hier noch so alles einsteigen kann!“ sagte sie noch zu ihm und erhielt ein treues Bellen zur Antwort.

„Was macht sie da noch?“ fragte Edward Angelique, als sie sich auf die Rückbank setzte. „Angewohnheit, ich bin mittlerweile schon fast daran gewöhnt, das bei uns regelmäßig eingebrochen wird, aber sie hört damit nie auf“ sie zuckte mit den Schultern und lächelte Bella an. „Guten Morgen!“ sagte sie dann zu ihr. „Guten Morgen.“ erwiderte Bella und lächelte leicht. „Ich denke dieses mal ist es nicht die Sicherheit ums Haus...!“ meinte Edward noch, kurz bevor er ausstieg. Langsam ging er auf Malice zu, die übervorsorglich vor dem Haus auf und ab tigerte, um nicht zum Auto gehen zu müssen.
„Vergiss es, wie fahren nicht ohne dich! Es tut mir Leid, wegen gestern, ich habe aus Sorge um Bella überreagiert!!“ leicht erschrocken sprang Malice zur Seite, als Edward plötzlich hinter ihr stand. „Hör auf meine Gedanken zu lesen!!“ keifte sie leicht, ging dann aber direkt an ihm vorbei zum Auto. „Morgen...!“ begrüßte sie Bella leise. „Morgen Malice“ grüßte Bella zurück. Dann stieg auch Edward wieder ins Auto ein. Er sah in den Rückspiegel, wie Malice sich leicht schmollend anschnallte und lies dann den Motor an. In gewohnt schnellen Tempo fuhren sie anschließend los.

Nach einiger Zeit sah Angelique Malice an. (Sei still... er kann uns hören... also kannst du auch laut reden!) meinte Malice in Gedanken zu ihr, noch bevor sie etwas sagen oder eher denken konnte. Edward gluckste leicht woraufhin Malice leicht genervt aufstöhnte. Angelique zog beleidigt eine Schnute und sah dann wieder schweigend aus dem Fenster. Malice tat es ihr gleich und nach einer Weile vergaß sie alles andere um sich herum und begann verzweifelt darüber nachzudenken, wie sie die Situation deuten sollte, ob man es sich gleich zu Herzen nehmen sollte, ob der Angriff ihr oder Bella galt, was sie tun könnte. Doch gerade als sie versuchen wollte nach einem Plan zu suchen, um es auf eigene Faust heraus zu finden, hüstelte Edward leicht und riss sie somit aus ihrer Gedankenwelt. „Wir machen gemeinsam einen Plan! Das hat Carlisle doch gestern gesagt!“ mahnte er sie und sah sie über den Rückspiegel ernst an. Malice schnaubte leicht und fand sich dann vorerst mit ihrem Gedanken ab, dass das Rudel nicht zwangsläufig auch in Forks sein musste. Bella und Angelique seufzten beide zur gleichen Zeit und musste danach leicht darüber lachen.

Nicht viel später kamen sie dann alle an dem Haus der Cullens an, welches in einem Wald verborgen lag in der Nähe des großen See´s. Langsam und verunsichert stiegen die Schwestern aus dem Auto und folgten Edward und Bella hinein. Sie liefen langsam und der Abstand wurde größer, beinahe hätte es keiner mitbekommen, dass sie draußen blieben. Allerdings fiel es Edward auf, doch er beschloss, sie kurz unter sich zu lassen.
Die Schwestern waren erleichtert darüber und setzten sich auf die Stufen vor dem Haus. „Ich weiß nicht so recht, ob wir da irgendjemanden mit hineinziehen sollten“ meinte Malice leise und rollte mit dem Fuß einen kleinen Ast hin und her. „Aber Carlisle hat Recht. Wenn wir nichts machen, werden wir den Rest unseres Lebens nur auf der Flucht sein...“ Angelique redete fast noch leiser als Malice, aber mit Bestimmtheit in der Stimme. Fasziniert beobachtete sie Malice dabei, wie sie den Ast bearbeitete, bis er ihr fast Leid tat. Eine ganze Weile lang saßen sie da, beide nicht sicher, ob sie nicht einfach aufstehen und davon laufen sollten oder ob sie ins Haus gehen sollten. Malice war fürs davonlaufen, Angelique fürs hineingehen. Ein langer Seufzer durchdrang anschließend die unangenehme Stille, die um sie herum herrschte.
Es war Alice, die ihnen die Endscheidung abnahm, als sie die Tür öffnete und zu ihnen hinauskam. „He ihr beiden, wollt ihr nicht langsam rein kommen?“ ihre Stimme war sehr ruhig und freundlich. Ihre kurzen, braunen Haare wehten leicht im Wind und sie lächelte. Die Schwestern sahen sich kurz an, doch dann standen sie auf und gingen gemeinsam mit Alice ins Haus.

Die andere saßen bereits im Wohnzimmer an einem Tisch und warteten gelassen. Alice lief gezielt auf Jasper zu und setzte sich neben ihn. Die beiden zogen extra langsam ihre Schuhe aus, was niemandem entging. Doch keiner sagte etwas dazu. Zögernd betraten sie das Zimmer, blieben aber in der Tür stehen. „Setzt euch doch, hier tut euch doch keiner was!“ wurden sei von einer freundliche dreinschauenden Frau mit langen, caramellfarbenen Haaren aufgefordert. Sie war bereits aufgestanden und auf die beiden zugegangen. „Ich bin Esme Cullen. Das da sind Rosali und Emmett und das Alice und Jasper. Kommt!“ forderte sie erneut und führte Malice an der Hand zu einer freien Couch. „Oh, du bist aber warm!“ fiel ihr auf und sie sah leicht verwundert zu Carlisle. „Da musst du die beiden selber fragen, ich weiß auch nicht all zu viel über Halbwesen!“ antwortete er ihrem Blick. Malice entzog Esme ihre Hand und sah sie leicht säuerlich an. „He, wir sind keine exotischen Tiere oder sowas?!“ es kam patziger rüber als Malice es geplant hatte, weshalb sie beschämt den Blick senkte. Doch Esme machte keine Anstalten es ihr in irgendeiner Art krumm zu nehmen. Sie schnappte sich einfach erneut Malice Hand und diesmal auch Angelique´s und führte beide zum Sofa.
Das Geschwisterpaar setzte sich und rutschte so dicht wie möglich aneinander heran. „He, hier beißt euch keiner!“ kam es unerwartet von Emmett und als er zu allem Übel auch noch über die Lehne griff, um Malice auf die Schulter zu klopfen, zuckten die Schwestern erschrocken zusammen. Emmett zuckte auch leicht, so plötzlich kam es. (Wieso lassen eigentlich immer Vampire solche Sprüche los... wie... abstrakt...) dachte Malice und Edward lächelte leicht. Malice überlegte sich gerade, ob sie nicht lieber mit Angelique die Plätze tauschen sollte, als Carlisle zu reden begann.

„Wollen wir dann mal zu unserem Problem kommen?“ es klang eher fragend als auffordert, war aber dennoch so gemeint. Allerdings wollten weder Malice noch Angelique so recht etwas von sich geben. „Wir können ja erst einmal über euch reden, ich selber finde Halbwesen sehr interessant!“ bei dem Wort seufzte Malice kaum merklich, doch Carlisle sah sie fragend an. „Beginnen wir erst einmal damit, dass man uns nicht immer Halbwesen nennt, wir sagen ja auch nicht die ganze Zeit Monster oder so...! Und wie schon erwähnt sind wie auch keine exotischen Tiere, die sich wie in einem Zoo bestaunen lassen.“ erklärte sie ihm ruhig, aber mit leicht gekränktem Unterton. „Stimmt, ihr sagt gar nichts! Nicht einmal Monster oder so!“ merkte Emmett amüsiert an, bekam dafür aber nur einen kleinen Klapps von Rosalie zur Antwort. „Ist doch so...!“ beschwerte er sich und sah Rosalie beleidigt an. Erneutes seufzen der Schwestern brachte ihn wieder dazu, seinen Blick ihnen zu zuwenden. Doch dann grinsten die zwei. „Also gut. Fangen wir mit dem leicht verdaulicheren Teil an. Wir sind also halb Vampir und halb Mensch unsere Mutter war ein Mensch und unser Vater ein Vampir. Fragt mich bloß nicht, wie das passiert ist, wo die Liebe eben hinfällt, anfänglich gab es auch keinerlei Problemen, er war ein Vater für mich, dann verschwand er, dann kam er wieder und Angelique entstand. Fünf Jahre danach verschwand er für immer. Nun ja, für immer wäre ja gut gewesen, doch leider kam er 1987 wieder und brachte unsere Mutter um, warum wissen wir nicht und wir wissen auch nicht, warum er uns am leben lies. Soviel zu unserer Geschichte. Was die anderen … Vor- und Nachteile eines Halbwesens... … angeht. Lasst mich überlegen... wir haben eine höhere und nicht niedrigere Körpertemperatur, wir können ganz normal essen und schlafen, wobei beim essen Blut für uns eine Delikatesse ist. Wir haben keinerlei Probleme mit Sonnenlicht. Und wir haben Blut und einen Herzschlag, somit atmen wir auch, demnach sind wir für Vampire auch eine gute Mahlzeit, nur würden sie es sich zweimal überlegen, jemand wie uns zu nehmen, wir sind zu stark. Denn der Rest von uns, ist wie der eines Vampirs. Man könnte sagen wir haben nur die Vorteile von den Vampiren bekommen. Dafür aber mehr oder weniger ein paar Nachteile der Menschen, wenn man es auch nicht unbedingt als Nachteil betrachten kann, liegt eben im Auge des Betrachters.!“ sie stockte plötzlich. Es war zu viel, sie hatte fast das Luft holen vergessen, während sie alles erzählte.

Alle lächelten leicht. „Danke, das war sehr lehrreich. Habt ihr Hunger?!“ eine unerwartet Frage von Carlisle, doch dann bemerkten die Schwestern das Knurren in ihren Mägen und sie sahen sich unsicher an. „Edward erzählte, ihr hattet keine Zeit zum frühstücken.“ fügte er noch hinzu und sah sie freundlich an. „He, dann können wir endlich mal kochen!!!“ kam es erfreut von Emmett. Malice stutze und sah zu ihm hinüber. „He, jetzt sag nicht, ihr wollt selber kochen!!“ er schmollte scherzhaft. Malice lächelte und er sprang auf. Verwundert über diese Freude kochen zu dürfen, sahen Malice und Angelique der Menge nach. Es war in der Tat einige Zeit vergangen, seit sie von zu Hause losgefahren waren, es war mittlerweile fast elf Uhr.

Sprachlos blieben sie sitzen und starrten Löcher in die Luft. Das mussten sie erst einmal verdauen. Nur Bella und Edward waren unten geblieben und amüsierten sich über die verwirrten Gesichter der Schwestern. Doch dann sah Malice auf und ihr Blick trübte sich, als sie Bella ansah. „Wie geht es deinem Arm?“ fragte sie dann. „Es geht. Hör bitte endlich auf, die Vorwürfe zu machen, immerhin lebe ich dank dir noch!!“ Bella sah sie mahnend an, doch in ihrem Gesicht waren überwiegend weiche Züge vorhanden, welche Malice erleichtert seufzen ließen. „Ich weiß nicht, ich hätte schneller sein müssen... dann wäre gar nichts passiert!“ „Nein, das denke ich nicht, denn die Jacke war in der Tür eingeklemmt, ob also nun schneller oder nicht, die Tür hätte so oder so herausgerissen werden müssen und hätte demnach meinen Arm auch so oder so unter sich begraben. Außerdem meintest du doch, dass dein Vater mit seiner Fähigkeit die anderer blockieren kann. Also war es lediglich meine eigene Dummheit und so schlimm ist es ja nun auch nicht, es musste doch nicht einmal operiert werden oder so. Also komm schon Ma... achso, was ich dich fragen wollte, Angelique nennt dich eigentlich immer Mali und du sie Angi, kann ich mich dem anschließen?“ Bella versuchte geschickt das Thema zu wechseln und es gelang ihr. „Sicher!“ kam es wie aus einem Mund und voller Begeisterung. Außer ihrer Mutter hatte sie bis jetzt fast niemand bei ihren Spitznamen genannt. Diese Begeisterung kam leicht überraschend für Bella, doch sie kam nicht drum herum, das Lächeln zu erwidern, das die Schwestern ihr so ehrlich schenkten.

Nach einiger Zeit stieg ihnen der Geruch aus der Küche in die Nase. Neugierig sprang Angelique auf. „Also ich gehe jetzt nachsehen, was sie überhaupt machen!“ ohne zu warten rannte sie die Treppen hinauf. Malice fühlte sich ein wenig stehen gelassen und überlegte, ob sie ihrer Schwester folgen sollte. Sie kam zu dem Endschluss es zu tun und rannte somit ebenfalls hinauf in die Küche. „Riecht es so schrecklich, dass sogar die Mäuse schon neugierig um die Ecken lugen?“ platzte es aus Emmett heraus. „Ihr müsst ihn nicht ernst nehmen, es kommt selten etwas vernünftiges aus seinem Mund!“ konterte Rosalie und lächelte frech in Emmett´s Richtung. „Es riecht gut und wir sind keine Mäuse!“ Malice verschränkte die Arme und beobachtete das Geschehen. Sie hatten ein Fernseher eingeschaltet, mit dessen Hilfe und Anweisungen sie das Menü vorbereiteten. Angelique ging zu Esme und sah interessiert in den Topf vor ihr. „Ihr esst doch sicher Gemüse?“ fragte Esme, während sie ein paar weitere Karotten in den Topf schüttete. „Wir werden sicher nicht wählerisch sein, wenn uns das essen schon gemacht wird und so...!“ Malice sah leicht verlegen aus dem Fenster, was alle Anwesenden zum schmunzeln brachte. „Hier, koste mal!“ meinte Alice und hielt ihr einen Löffel voll Soße hin. Malice wich erst ein wenig zurück, kostete dann aber und war erstaunt, wie lecker die Soße ohne Abschmecken geworden war. „Schmeckt super!“ stolz wandte sich Alice wieder dem Topf zu und nahm ihn vom Herd. Angelique durfte derweil den Salat kosten, den Esme zubereitet hatte. „Wow, lecker!! Und dabei ist es nur ein Salat“ platzte es aus ihr heraus. Alle lachten.
Alice stand den Rest der Zeit neben Malice und Angelique wuselte immer zwischen allen hin und her und sah mal da in den Topf und mal dort in die Pfanne. Aufgeregt, wie ein kleines Kind. Malice sah dem lächelnd zu. „Von wem habt ihr eigentlich eure Augen?“ fragte Alice nach etwas längerem Schweigen. „Halbwesen bekommen immer die Augen der Mutter!“ erklärte Malice knapp. Man konnte Emmett ansehen, dass ihm wieder ein flotter Spruch auf der Zunge lag, doch hier würgte Rosalie ihn ab, bevor er ihn loswerden konnte. Über die tote Mutter der Mädchen musste er nun wirklich keine Witze reißen fand sie.
„Aber Angelique hat braune Augen und du blaue!“ stellte Alice fest. „Ich trage Kontaktlinsen! Und nenn mich ruhig auch Angi!“ es war Angelique, die antwortete. Es kam den beiden fast so vor, als hätten sie eine Familie gefunden, besonders Angelique ging voll auf. Malice hingegen beobachtete lieber alles still, freute sich trotzdem sehr darüber, wie Angelique aufblühte. Nach einiger Zeit war das Fleisch von Emmett auch gut und Angelique durfte wieder den Vorkoster spielen, was ihr ziemlichen Spaß zu machen schien. Malice hoffte schon fast, dass es diesmal nicht schmeckte, doch Angelique lächelte breit. „Nicht weniger gut, als der Rest!!“ meinte sie dann, woraufhin Emmett gespielt enttäuscht dreinschaute. „Wie, es schmeckt nicht besser, als das der anderen??“ Angelique hob eine Augenbraue und streckte ihm dann stumm die Zunge raus. Malice lachte und Alice sah sie zufrieden von der Seite an.

Einige Zeit später saßen alle unten am Tisch, doch nur Bella, Angelique und Malice hatten befüllte Teller vor sich zu stehen und Angelique konnte es schon gar nicht mehr abwarten. Malice hingegen zögerte erneut. „Ich koste und wenn du sieht, dass ich nicht tot umfallen, dann kannst du auch essen, okay?“ kam es mit einem mal von Angelique. Skeptisch sah Malice sie an, man konnte sogar einen Hauch Wut erkennen, doch dann nickte sie verschmitzt. Nachdem sie und Bella sich ein Guten Appetit gewünscht hatten begann sie auch sofort zu essen. Malice lehnte sich zurück und versank in Gedanken.
Es war nicht zu übersehen, dass sie gedanklich nicht anwesend war, doch da Edward genau wusste worüber sie nachdachte und es ausführlich hörte, war er derjenige, der etwas dagegen unternahm. Er nahm eine Packung Taschentücher und warf sie ihr an den Kopf. Sie schreckte auf und sah empört zu ihm. Doch sie wusste was er ihr sagen wollte, diese Situation hatten sie ja vorhin im Auto bereits.
Nun ruhten alle Augen auf ihr. Sie wollte das Essen ungern verschmähen, sie hatten sich so viel Arbeit damit gemacht. Allerdings hatte sie keinerlei Appetit, der Gedanken an ihren Vater lag ihr zu schwer im Magen. Doch als sie einen fast mahnenden Blick von Angelique bekam, entschloss sie sich es zumindest zu versuchen. Ein paar Happen gelangen ihr auch, den Rest schob sie ihrer bereits fertigen Schwester zu, die es überglücklich in Empfang nahm und sofort weiter futterte. Man sah ihr keineswegs an, wie verfressen sie war, viele Menschen würden vor Neid durchdrehen, wenn sie sehen würden wie viel Angelique essen konnte, ohne auch nur ansatzweise fett am Körper aufzuweisen. Es gab Zeiten, da haben es Leute als Zauberei bezeichnet, doch das war natürlich nicht ganz richtig, es lag einfach nur in den Genen in diesem Fall.
Zufrieden, wie ein vollgefutterter Kater lehnte Angelique sich gegen die Couchlehne und strich sich über den Bauch. Malice lächelte stumm vor sich hin. Die Sonne war bereits verschwunden, auch wenn sie für den gesamten Tag angesagt worden war. Es regnete.

„Nun gut, dann lass uns über deinen Vater reden, wir sollten entscheiden, was oder ob wir etwas unternehmen!“ unterbrach Carlisle die Stille. Malice nickte stumm und wusste nicht so recht, womit sie beginnen sollte. „Was denkst du? Du kennst ihn letztlich doch besser als wir!“ Carlisle versuchte ihr den Anfang leichter zu machen, hatte aber leider nicht den gewünschten Erfolg. „Sag uns einfach was du denkst Mali!“ es war Alice, die das Eis brach, mit einem einzigen Satz, mit einem einzigen Wort... Malice stiegen beinahe Tränen in die Augen. Erst Bella und nun auch Alice, keiner konnte sich vorstellen, wie sehr es Malice freute, wenn man sie mit ihrem Spitznamen ansprach.

Sie schluckte kurz, um sich wieder zu fangen, dann begann sie. „Nun. Mein Vater ist meines Wissens in einem Rudel, was sich schlichtweg Juwely nennt. Es besteht aus sieben Mitgliedern, wenn es nicht bereits mehr sind, immerhin liegen mehr als 17 Jahren zwischen meinem Wissen und dem hier und jetzt. Unser Vater ist ihr Anführer und absolut jeder von ihnen verfügt über diese merkwürdigen Fähigkeiten, wie auch Edward sie hat, eine gefährlicher, als die andere!! Mit zwei von ihnen haben Angi und ich uns früher allerdings sehr gut verstanden. Als wir noch Kinder waren, verbrachten sie mehr Zeit als unser Vater mit uns. Diese beiden heben sich vom Rest ab, alle anderen im Rudel hassen Halbwesen. Nun wie ich schon am überlegen war, ich denke es war mein Vater, warum auch immer, es kann allerdings auch Jaden gewesen sein. Seine Fähigkeit ist die Täuschung, er kann anderen Lebewesen so erscheinen, wie er es will, er ändert nicht seine Form, das geht alles über die Psyche und die Sinne. Dennoch denke ich, es war unser Vater, da meine Fähigkeiten und die von Angi total verrückt spielten, demnach kann es auch möglich sein, dass das Rudel nicht in Forks ist. Es kann sein, dass sie noch kommen, es kann aber auch sein, das Vater Forks wieder verlässt oder verlassen hat!“ wie schon vorhin war sie regelrecht außer Atem von der Geschichte. Alle in der Runde blickten ernst und nachdenklich drein. „Aber demnach haben wir nichts in der Hand, wir können nur abwarten!“ stellte Alice fest. Carlisle dachte noch immer nach, nickte jedoch zustimmend. „Etwas anders scheint uns nicht übrig zu bleiben, wir sind machtlos. Uns bleibt nur zu warten, bis sie den ersten Schritt wagen, ab da können wir handeln, wie werden wir dann sehen müssen!“ er sah Malice und Angelique an. „Wollt ihr vielleicht zu uns ziehen? Wir finden sicher noch einen Platz für euch!“ Malice und Angelique waren baff. Sprachlos saßen sie da. Angelique hätte am liebsten sofort zugesagt, überließ die Entscheidung aber Malice.
Malice dachte nach, hielt sich damit aber kurz. „Ich... also... es wäre sicher nicht schlecht...!“ sie suchte nach Worten, fand jedoch nicht die richtigen. „Wie soll ich sagen, ich hätte ein wenig Angst um Xavier, unseren Wolf!“ es war eine Ausrede, das merkte fast jeder im Raum. „Ihr müsst nicht, wenn ihr nicht wo-“ „Nein!!“ sprang sie ihm ins Wort. Sie war verzweifelt. Das Angebot machte sie glücklich und sie wusste, dass es Angelique auch glücklich machte, dennoch konnte sie nicht ja sagen.
„Nein, so ist es nicht...“ sie sah Angelique an. „Wir... es wäre schön, aber...!“ Malice sah hilfesuchend zu Angelique, doch diese verstand nicht einmal die Angst in Malice. „Also ich würde mich riesig freuen!!!“ sagte sie deswegen nur. „Es wäre nicht mehr so einsam...!“ fügte sie noch leise hinzu. Malice haderte noch immer mit sich selber. „Es ist sicherer für euch!“ unterbrach Carlisle die Stille. „Und wir würden uns freuen, euch hier zu haben!“ setzte Alice an Carlisle Worte an und warf ihm einen allessagenden Blick zu, den er sofort verstand. „Genau!“ stimmte er ihr zu. „Dann würde unsere Familie um zwei Mitglieder wachsen, das ist doch wunderschön!“ kam es nun auch von Esme. Von allen Seiten kamen ehrliche Meinungen.

Überwältigung. Man konnte sie regelrecht in den Gesichtern lesen und musste sie nicht erfragen. Der Gedanken an eine Familie, die sie nie hatten, er war zu schön um war zu sein. „Und sollte dennoch der Wolf das Problem sein, wir werden sicher nicht über ihn her fallen!“ Emmett grinste breit, diesmal meinte er es zwar ernst, wirkte aber alles andere als beruhigend auf die beiden. „Ich denke nicht, dass ihr genug Platz habt... wir können uns ein Zimmer teilen, sicher, aber...!“ „Was aber?!“ fiel nun sogar Jasper ins Gespräch ein. Ihre Gefühle überschlugen sich, das bemerkte er mit seiner Fähigkeit, es verwirrte ihn nicht weniger als Malice selber. Da waren Trauer, Freude, Angst, Unsicherheit. Malice schwieg erneut. Ihr fielen keine Wiederworte mehr ein. Sie wusste, es war sicherer und es war ihr größter Wunsch, hier könnte sie eine Familie haben. „Ich überlege es mir!“ es war ihr letzter Ausweg. „Denk nicht zu lange darüber nach. Wir würden euch gerne in einem Stück hier bei uns aufnehmen!“ wie konnte es anders sein, es war Emmett, der diese Bemerkung loslies. Doch Malice nickte. Sie würde am liebsten direkt ja sagen, brachte es jedoch nicht über sich, denn sie wollte niemandem zur Last fallen.


--------------------
user posted image
Top
Edward Cullen
Posted: Apr 10 2009, 07:37 PM


Administrator


Group: Admin
Posts: 47
Member No.: 1
Joined: 19-January 09



Kapitel 5 Der Ball
„Gut, also was fangen wir mit dem angebrochenen Tag nun an?“ fragte Alice in die Runde. „Ich habe gehört ihr habt noch keine Ballkleider?“ wandte sie sich an die Schwestern. „Nicht nur das, Schuhe... und so weiter“ Angelique war wieder Feuer und Flamme. „Die Sonne ist weg. Wollen wir zusammen nach Port Angeles fahren?“ erfreut lächelte Angelique, dann fiel ihr Malice wieder ein und sie sah fragend zu ihr. „Wieso nicht!“ war alles, was sie dazu sagte. Ihr Gedanken würden vorerst nur dem vorherigen Thema galten. „Was ist mit dir Bella? Kommst du mit?“ fragte Angelique. „Nein lass mal, ich gehe nicht auf den Ball und ihr seid ja auch schon genug“ sie winkte dankend ab. „Und du Rosalie?“ diesmal war es Malice die fragte. Rosalie überlegte nicht lange, dann nickte sie. Sie schien einen Narren an Malice gefressen zu haben, das entging niemandem.

„Dann wünsche ich euch vier Frauen mal viel Spaß!“ meinte Carlisle noch und verließ dann den Raum. „Na los, kommt!“ forderte Alice die anderen Mädchen auf und sie gingen alle gemeinsam nach draußen zu den Autos. „Mit welchem fahren wir? Will vielleicht einer von euch beiden fahren?“ Alice stand ratlos vor den Autos, auch Rosalie wartete auf eine Antwort. „Ich habe keinen Führerschein und wir wissen ja auch nicht wo lang wir müssen. Malice kann ja auf der Rückfahrt ans Steuer!“ Angelique grinste, denn sie wusste genau, wie gerne ihre Schwester einmal mit einem richtig tollen Auto fahren würde. „Okay, dann nehmen wir den Cabrio und Malice fährt zurück!“ beschloss Alice, ohne weiter auf Malice Reaktion zu warten oder zu achten. Rosalie schmunzelte. Sie und Angelique setzten sich hinten und Alice und Malice vorne ins Auto, dann fuhren sie los.
Alice und Angelique plauderten die gesamte Fahrt über Gott und die Welt, während Malice und Rosalie vor sich hin schwiegen. „Malice? M-a-l-i-c-e?!“ sprach Angelique ihre nachdenkliche Schwester an. Doch die reagierte nicht, erst als Angelique hinten gegen den Sitz trat schreckte Malice aus ihren Gedanken. „Ja?“ fragte sie leicht verwirrt und fuhr sich mit einer Hand durchs Haar um wieder etwas klarer im Kopf zu werden. Ihre Haare wehten stark im Fahrtwind, sodass Angelique schwer zu tun hatten ihnen auszuweichen. Gerade als sie wieder zu reden anfangen wollte entdeckte sie etwas weiter vorn eine Szenerie, die ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war ein Mitglied des Rudels ihres Vaters, doch sie wandte den Blick schnellstmöglich ab und überlegte, wie sie Malice dazu bringen könnte, nicht in dieselbe Richtung zu sehen.

„Mali? Sie mal hier, ich habe ein neues Hintergrundbild auf meinem Handy?“ nicht gerade einfallsreich, dennoch wirksam, Malice drehte sich zu ihrer Schwester um, sodass sie kurze Zeit den Blick von der Straße löste. „Angi, das Bild hast du mindestens seit drei Monaten auf deinem Handy?! Was wolltest du eigentlich eben?“ als Malice den Blick wieder auf die Straße richtete konnte man bereits Port Angeles sehen. „Hab´s vergessen...“ verlegen lächelnd kratzte sie sich am Kopf. „Da vorn ist der erste Laden, ich denke, wir fangen mit den Kleidern an, nicht wahr?“ stieg nun auch Alice ins Gespräch ein. Während Angelique erfreut am jubeln war, seufzte Malice leise in sich hinein. „Keine Lust?“ fragte Alice sie sofort und sah sie leicht besorgt und enttäuscht an. Malice schüttelte nur den Kopf und schenkte ihr ein gequältes Lächeln. Sie war einfach nicht mehr zu gebrauchen, ihre Gedanken konnten sich nicht mehr von Carlisle Worten losreißen. Sie stiegen aus dem Auto und Rosalie nahm sich Malice zur Seite. Beide sahen sich nur schweigend an und lächelten dann.

Doch auch als sie den Laden betraten und Angelique nicht zu halten war änderte sich nichts an Malice bedrückter Stimmung. Letztlich war es die Verkäuferin, die es irgendwie schaffte sie abzulenken. „Kann ich ihnen helfen? Sie wirken so verloren, neben ihrer Freundin dort drüben!“ meinte diese freundlich und deutete mit einem amüsierten Lächeln zu Angelique hinüber, die sich schon einige Kleider gekrallt hatte. „Der Frühlingsball!“ antwortete Malice knapp, doch es war mehr als ausreichend für die Verkäuferin. Sie packte Malice am Handgelenk und zerrte sie durch den Laden. Vor einer Reihe bunter Kleider blieben sie stehen. „Das pinke dort würde wunderbar zu ihnen passen. Und das gelbe auch!“ ohne eine Antwort abzuwarten nahm sie die Kleider und hielt sie Malice hin. Diese zögerte, doch Alice stimmte der Verkäuferin zu und nahm die Kleider entgegen. Rosalie sah sich derweil selber ein wenig um. Alice schob Malice zu den Umkleidekabinen, wo Angelique gerade in einem blauen, langen Kleid stand und sich im Spiegel betrachtete. „Wow, sieht toll aus!“ merkte Alice an und bugsierte Malice nebenbei in die Kabine.
Mit einem leisen Seufzen begann diese sich um zu ziehen. Das pinke Kleid war ihr persönlicher Favorit, deswegen zog sie es als erstes an. Sie verließ die Kabine und bat Alice ihr den Reißverschluss zu schließen. Dann drehte sie sich vor dem Spiegel hin und her und begutachtete sich genaustens. Angelique stellte sich neben sie und gemeinsam sahen sie umwerfend aus, jeder Mann wäre auf die Knie gegangen, wenn er die beiden so gesehen hätte. „Umwerfend, sie sehen beide wirklich hinreißend aus!“ fand auch die Verkäuferin und hing sofort die anderen ausgesuchten Kleider beiseite. Prüfend warf Malice ein Auge auf den Preis. Sie hob eine Augenbraue und überprüfte auch den Preis von Angelique´s Kleid. Ein leises Pfeifen kam über ihre Lippen und sie wandte den Blick nachdenklich ab. „Also wird können ihnen natürlich einen kleinen Rabatt geben, was halten sie von 25 Prozent auf beide Kleider zusammen, dann würde es nur sie nur noch 150 Dollar kosten“ schlug die Verkäuferin vor, als sie Malice Nachdenklichkeit bemerkte. Diese sprang sofort drauf an und lächelte. „Ja, das wäre wirklich nett von ihnen“ lächelnd verschwanden die Geschwister wieder in den Kabinen, um sich wieder ihre Alltagskleidung anzuziehen. Danach bezahlte Malice ihre Kleider und sie verließen den Laden. „Sie scheint endlich etwas abgelenkt zu sein!“ flüsterte Alice Angelique zu. Diese schenkte ihr ein breites Lächeln und nickte. Rosalie lief wieder direkt neben Malice.

„Also dann auf zum Schuhe kaufen!“ forderte Angelique mit lauter Stimme auf. Doch als sie gerade die Straße entlang liefen tauchte er wieder auf. Der Vampir, von vorhin. Diesmal war es jedoch Malice, die ihn entdeckte. Sie blieb ruckartig stehen und starrte ungläubig in seine Richtung. Angelique und die anderen bemerkten es zuerst gar nicht und gingen weiter. Doch Angi spürte Malice Gefühlsumschwung und drehte sich zu ihr um. „Diamond...“ formte Malice stumm mit ihren Lippen und Angelique folgte ihrem Blick, bis auch sie ihn sah. „Verdammt...“ fluchte sie leise, dann ging sie zu Malice und nahm ihre Hand. „Komm gehen wir, die Schuhe warten!“ ohne weiter auf das aufgetauchte Problem zu achten zog sie Malice hinter sich her, doch es war bereits zu spät, er hatte sie gesehen. „Wer ist er?“ fragte Rosalie flüsternd, dann sah sie Alice an. „Diamond alias Vincent. Er gehört zu dem Rudel unseres Vaters“ erklärte Angelique ihr so leise, dass es unmöglich war für die Menschen um sie herum, etwas zu verstehen.
Dann setzte er sich in Bewegung. Er ging direkt über die Straße auf die Mädchen zu und blieb nur wenige Meter vor Malice stehen. Schweigend sahen sich die beiden in an. Seine roten Augen leuchteten schwach im Licht der Laternen. Keiner wagte es ein Wort zu sagen. Als es Malice dann gelang sich loszureißen drehte sie sich abrupt um und ging. Leicht verwundert folgten ihr die anderen. „Wir müssen noch Schuhe kaufen!“ sagte sie in normaler Lautstärke. Der Vampir machte keine Anstalten ihnen zu folgen. Im Gegenteil, als Angelique sich nochmal umsah war er verschwunden. Betrübt senkte sie den Blick. Musste denn immer alles auf einmal kommen, Malice begann erst eben wieder etwas normaler zu werden und dann tauchte er auf. Angelique hasste ihn dafür, wie er ihrer Schwester immer wieder weh tat.

Den Rest des Einkaufs sprach keiner mehr ein Wort über ihn, Alice und Rosalie weil sie nicht wussten wie Malice und der Vampir Diamond zueinander standen und Angelique gerade weil sie es wusste. Das Schuhe kaufen ging schnell, da sie sofort ein schönes Paar fanden und nur noch probieren mussten, welche Größe am besten passte. Wieder bekamen sie Rabatt, was die Stimmung wieder ein wenig aufhellte.
Als sie sich im Anschluss auf den Weg zum Auto machten folgten ihnen viele bewundernde Blicke, sowohl die von Männern, als auch die von neidischen Frauen. „Wie abgemacht fährst du zurück Mali okay? Oder konntest du dir den Weg nicht merken?“ sprach Alice an, als sie ins Auto einsteigen wollten. Doch leicht verwundert, auch wenn vorhin schon angesprochen, sah Malice Rosalie und Alice an. Beide nickten und Malice stieg auf der Fahrerseite ein. Alice steckte ihr den Zündschlüssel ins Schoß und Malice startete den Wagen.
Angelique war den Rest der Zeit sehr verschwiegen, weshalb Alice auch versuchte sie etwas abzulenken. „Habt ihr dann eigentlich alles, was ihr für den Ball braucht?“ fragte sie direkt an Angelique gewandt, die mit ihr auf der Rückbank saß. Leicht verwirrt hob sie den Blick. Sie sortierte ihre Gedanken und versuchte Diamond zu vergessen. „Also eigentlich schon, ich freue mich schon riesig!! Nächstes Wochenende ist es schon soweit!“ plauderte sie lebendig wie vor dem Einkauf drauf los. „Habt ihr denn schon eine Begleitung oder geht ihr allein?“ keine so schöne Frage. Die Mädchen waren noch nicht lange genug in Forks und mussten somit wohl allein gehen. Angelique schüttelte den Kopf und sah leicht betrübt zu Malice, doch sie erkannte im Rückspiegel, das ihre Schwester nicht am Gespräch interessiert war. Sie richtete ihren Blick strickt auf die Straße und machte den Eindruck, als würde sie sich aufs Fahren konzentrieren. Angelique jedoch wusste, ihre Gedanken galten dem Vampir von vor wenigen Minuten. „Wir finden bestimmt noch jemanden!“ trotz der merkbaren geistigen Abwesenheit ihrer Schwester versuchte sie, sie ins Gespräch einzubringen. „Oder Mali?“ Malice blickte kurz in den Rückspiegel und tauchte in die Augen ihrer Schwester ein, so dunkel es auch bereits war, Angelique konnte nur zu gut erkennen, das Malice nicht in der Stimmung war zu sprechen und lies das Thema schnell wieder fallen.

„Kommt ihr eigentlich auch auf den Ball Alice?“ wandte sie sich stattdessen an ihre Nachbarin. „Ich denke schon oder Rosalie, was meinst du?“ Rosalie wandte sich zu den beiden um. „Einfach den Mund halten ist bei euch beiden nicht drin, was?“ Angelique war leicht erschrocken, doch als Rosalie dann lächelte wich der Schreck aus ihrem Gesicht. „Schau nicht so Angi, sie hat doch nur Spaß gemacht!“ Alice tätschelte Angelique´s Schulter und leichte mit ihrem gewohnten hohen Lachen, auch Rosalie kicherte leise in sich hinein. Nur Malice blieb ernst und weiterhin stumm. Sie nahm nicht einmal ansatzweise etwas von dem Gespräch auf, ungewollt blendete sie alles um sich herum aus. Ihr ging zu viel durch den Kopf. Neben der Frage in die Familie der Cullen´s einzutreten war nun auch noch die Frage aufgekommen, was Diamond´s Ziel war. Und die Unsicherheit, ob die anderen des Rudels auch in Forks waren. Sie seufzte leise und beschleunigte dann aggressiv.

Nach einiger Zeit kamen sie wieder am hell beleuchteten Haus der Cullen´s an. Malice parkte den Wagen in der Auffahrt und Rosalie fuhr ihn in die Garage. „Ihr kommt doch sicher noch mit hinein oder?“ fragte Alice, als Angelique und Malice nicht den Eindruck machten, sich zu bewegen. „Ja sicher!“ antwortete Angelique sofort und zerrte ihre Schwester an der Hand ins Haus. Carlisle und die anderen saßen noch immer im Wohnzimmer und unterhielten sich. Rosalie und Alice gingen sofort zu Emmett und Jasper und setzten und stellten sich neben sie.
„Wie war euer Einkauf Mädels, alles bekommen?“ fragte Carlisle und Angelique nickte. Malice hingegen starrte stumm auf den Boden, sie konnte ihre Gedanken nicht von dem Moment abwenden, an dem sie Diamond gegenüber stand. Nur sehr leise nahm sie die Stimmen der anderen wahr, auch als sie angesprochen wurde bemerkte sie es nicht, erst als Angelique ihr leicht in die Seite stieß. Sie hob den Blick und schaute verwirrt in die Runde, alle Blicke ruhten auf ihr. „Was?“ die Situation gefiel ihr nicht, doch sie wusste nicht worum es ging, da sie nicht ein Wort zu gehört hatte. (Sie fragen nach Diamond) erklärte Angelique ihr über ihre Gedanken. Malice seufzte. „Also? Er gehört zum Rudel eures Vaters? Kann das bedeuten, dass der Rest auch schon in Forks ist?“ hakte Carlisle ruhig nach. „Nein nicht unbedingt. Diamond hat oft Sachen allein unternommen, nicht selten ohne unseren Vater überhaupt gefragt oder informiert zu haben“ nach diesen Worten schwieg sie. Ihr Blick wurde traurig und auch ihre Gefühle versanken immer tiefer in der Trauer. „Wie stehst du zu diesem Diamond?“ es war Jasper, der sie das fragte. Seine Fähigkeit, die Gefühle anderer zu spüren und zu beeinflussen bewies sicher immer wieder als hilfreich.
Malice hob den Blick. „Das geht euch nichts an...“ er klang weder bestimmt noch sicher, weswegen sich die anderen auch nicht einfach abwimmeln ließen. „Du hattest vorhin zwei Vampire aus dem Rudel deines Vaters erwähnt, die sich gut um euch gekümmert haben. Ist Vincent einer von ihnen?“ Carlisle sah sie mit einer Wärme im Blick an, der Malice verunsicherte, nochmals könnte sie nicht versuchen sie so abzufertigen. „Ja“ antwortete sie knapp. Auch Angelique´s Stimmung war nun sehr gedrückt, sie wusste was Vincent wirklich für ihre Schwester war und wie sehr Malice darunter litt. „Willst du uns nicht die ganze Geschichte erzählen?“ vorsichtig wagte Carlisle sich weiter an Malice heran.

Die Schwestern setzten sich auf die Couch und lehnten sich erschöpft an. „Wir waren lange Zeit ein Paar. Halbwesen wie wir altern schneller, als Menschen. Mit unserem siebten Lebensjahr sind wir bereits voll ausgewachsen, normale Menschen kamen somit für unseren Kontakt nicht in Frage, sie hätten uns für geistig behindert gehalten oder so, das wollte unsere Mutter nicht. Vincent und Victor, im Rudel trägt er den Namen Topas, waren für uns da. Erst wie Brüder, doch als wir erwachsener wurden, änderte es sich langsam in eine andere Art der Liebe um. Sie blieben bei uns, auch als Vater verschwand, es war eigentlich fast so, als hätten sie sein Rudel verlassen, doch als Vater Mutter tötete gingen sie anschließend mit ihm. Wir sahen sie nicht mehr wieder“ es war Carlisle´s väterliche Art, die Malice zum reden brachten. Andächtig schwiegen alle in der Runde und wirkten sehr in ihren Gedanken verloren. „Was habt ihr? Ist das absurd oder so?“ das Schweigen verunsicherte nicht nur Malice auch Angelique sah ängstlich zu den anderen. „Nein, keinesfalls. Ihr hattet es nicht leicht in eurem Leben, nicht wahr? Ihr konntet euch nicht einmal ansatzweise entscheiden, als was ihr leben wolltet, ihr wurdet so geboren und werdet wie wir nicht mehr altern und nicht sterben.“ Bella war verwundert. Nie hatte sie Rosalie so reden hören und diesen weichen Blick kannte sie auch nicht von ihr. Die Schwestern atmeten erleichtert aus. „Nun ja, andere haben auch Probleme. Menschen haben es auch nicht so viel besser finde ich. Und ihr, keiner von euch wird sich zu seiner Zeit gewünscht haben zu einem Vampir zu werden oder? Jeder hat seine Laster zu tragen. Unsterblichkeit ist nicht unbedingt ein Nachteil.“ sie lächle in die Runde.

„Was hält dich eigentlich so davon ab in unsere Familie einzutreten?“ fragte Emmett unerwartet ernst. „Ich möchte niemandem zur Last fallen!“ konterte sie knapp und erwiderte seinen recht ernsten Blick mit der gleichen härte. „Aber wir würden uns doch freuen, wenn ihr bei uns wohnt! Von Last kann da doch gar keine Rede sein!“ beschwichtigend hob Alice die Hände und versuchte die Anspannung zwischen Malice und Emmett zu legen. „Genau!“ Emmett löste seinen Blick auch bei diesem Wort nicht von Malice ihrem. Ihr Blick wurde weicher und sie danken ihm mit einem Lächeln. „Aber nur auf eure Verantwortung!“ sehr zur Freude aller schien Malice nun bereits zu sein, in die Familie einzutreten. Besonders Esme freute sich. „Ich habe euch bereits ein Zimmer hergerichtet, ihr braucht nur noch Betten, denn ihr bekommt das Zimmer von Alice, vorerst.“ teilte sie den Schwestern erfreut mit. Auch Angelique´s Mine hellte sich wieder auf und sie lächelte glücklich in die Runde. „Ich muss euch vorwarnen, ich weiß nicht ob ich so ein Familienmensch bin, Angi ist es zu 200 Prozent, aber ich eher nicht fürchte ich!“ sie musste lächeln, wobei dies eigentlich eine ernste Mitteilung sein sollte. „Ja, na sicher, wer es glaubt, nicht wahr?“ meinte Emmett und spurtete zu ihr hinüber um sie einmal fest zu drücken. „Als könntest du dich dagegen wehren!“ meinte auch Alice und umarmte sie ebenfalls. „Ich ergebe mich, Hilfe!!“ alle mussten lachen.

„Gut, ich denke wir gehen dann erst einmal in unser noch zu Hause. Der arme Xavier wartete sicher schon ungeduldig. Und wir müssten das Haus ja dann auch verkaufen, ach das wird schon alles nicht so schwer werden. Okay, wir sehen uns ja morgen in der Schule nicht wahr!“ merkte Malice nach einiger Zeit an. „Ich möchte euch ungern jetzt durch halb Forks laufen lassen, sicher, ihr seid so schnell wie Vampire und wärt auch schnell zu Hause, aber der Gedanken gefällt mir nicht, es ist dunkel, was wenn euer Vater auftaucht oder ein anderer aus dem Rudel oder gar das Rudel selber? Jemand wird euch fahren!“ Carlisle´s Gesicht lag in Sorgenfalten, als er den Beschluss fasste. „Ganz der fürsorgliche Vater, nicht wahr!“ stellte Malice belustigt fest. „Na sicher, so schnell will ich euch nicht wieder her geben!“ er lächelte und die Schwestern taten es ihm erfreut gleich. „Okay, weil du es bist. Naja, ich wäre eh ungern gelaufen!“ meinte nun auch Angelique und grinste frech. „Ich fahre euch!“ Alice kam angetänzelt und schnappte sich den Autoschlüssel. Sie nahmen dieses mal Edward´s silbernen Volvo und waren eh sie sich versehen konnte an ihrem Haus angekommen. Bereits als sie aus dem Auto ausstiegen hörten sie das erfreute Bellen aus dem Haus. „Dann bis morgen!“ verabschiedete Alice sich und fuhr davon.

Erfreut gingen die Schwestern ins Haus und freuten sich mit Xavier über ihr Wiedersehen.

Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge, der Unterricht brachte nichts neues für die beiden heraus und in der ganzen Schule drehte sich alles nur noch um den Schulball. Es gab einige Jungs, die sich regelmäßig um die Schwestern versammelten, doch keiner traute sich sie zu fragen, ob sie mit ihm zum Ball gehen würden, doch das störte die beiden nicht, sie würden auch zu zweit gehen, als gegenseitige Begleitung.

Gegen Mitte der Woche versammelte sich die gesamte Familie Cullen bei den Schwestern, um beim packen zu helfen und im Anschluss die wenigen Habseligkeiten in ihr neues zu Hause zu transportieren, natürlich durfte auch das Sofa ihrer Mutter nicht fehlen.

Am Samstag war es dann endlich soweit, der Ball stand an. Die Schwestern machen sich in ihrem Zimmer zurecht. Machten sich gegenseitig die Haare und schminkten sich. Als letztes halfen sie sich in ihre Kleider. Das pinke Kleid verdeckte gerade so die Narben auf Malice rücken, doch sobald etwas rutschte konnte man sie ein wenig sehen, doch es war Malice egal. Die meisten an der Schule trauten sich nicht mal in ihre Nähe, als würde es wohl auch niemand wagen, sie zu fragen, woher sie die Narbe denn habe, außerdem könne sie die Ausrede, die bei Jessica schon gezogen hat ja benutzen.

Es klopfte an der Tür. „Seid ihr fertig“ konnten sie Alice aufgeregte Stimme erkennen. „Ja!“ antwortete Angelique noch und öffnete die Tür. Alice staunte nicht die schlecht. „Die anderen werden Augen machen!!“ meinte sie amüsiert. „Ich schätze die Tanzfläche wird wieder uns gehören, die Jungs wollen euch auffordern, ich wollte euch schon mal vorwarnen!“ fügte sie noch hinzu und tänzelte anschließend die Treppe hinunter. Angelique folgte ihr und auch Malice war endlich fertig. „Wow!“ war alles was Emmett hervorbrachte. (Ziemlich untypisch für ihn so wortkarg zu sein!) stellte Malice belustigt fest und Edward gluckste leicht, woraufhin Malice zu ihm sah und grinsen musste. „Gut, da kommt ja auch die letzte!“ bemerkte Alice. Rosalie kam gerade hinter Malice die Treppe hinunter und blieb eine Stufe über ihr stehen. Vorsichtig strich sie über die Narbe, die aus Malice Kleid ragte, dann zog sie etwas daran herum, bis man sie nicht mehr sehen konnte. Als sie nebeneinanderstanden lächelten sie sich an. Malice schätze Rosalie sehr, sie stellte nicht ständig Fragen, sondern wartete drauf, dass man ihr alles von sich aus erzählt. „Ist es wirklich so unrealistisch, wenn ich sagen, ich wurde in Frankreich von einem Bären angefallen?“ fragte Malice sie, als sich alle langsam nach draußen begaben. „Bären? In Frankreich?“ Rosalie sah sie leicht ungläubig an. „Also doch? Egal Jessica hat es so hingenommen. Und ich denke wenn ich ihnen erzählen würde mein Vater, der ein Vampir ist, hat mir das angetan, würden sie es wohl noch weniger glauben, als die Sache mit dem Bären!“ Rosalie war sichtlich froh darüber, dass Malice das so unbeschwert daher sagen konnten. „Malice ich fahre bei Alice und Jasper mit!“ rief Angelique ihr draußen zu. „Wie kannst du mir das antun?!“ Malice tat so als würde es ihr das Herz brechen, doch dann grinste sie breit. Angelique strecke ihr noch frech die Zunge raus und stieg dann ins Auto ein.

Nach wenigen kamen sie an der Schule an. Sie stiegen aus dem Auto aus und folgten den anderen. Ein kleiner Windstoß brachte Malice dazu ruckartig stehen zu bleiben. „Was ist?“ fragte Rosalie verwundert. (Angi komm mal her!) ihre Schwester wandte sich sofort zu ihr um und lief zu ihr. „Es ist nichts, geht schon mal hinein, ich muss nur kurz etwas mit Angi besprechen!“ erklärte sie, wonach Rosalie und Emmett sich zur Turnhalle begaben. „Was ist denn Mali?“ Angelique wusste nicht, was ihre Schwester hatte. „Es scheint, wir müssten doch nicht alleine zum Ball gehen!“ meinte Malice sanft und lauschte weiterhin dem Wind.

„Das ist unfair, wie soll man euch denn überraschen, wenn der Wind einen so dreist verrät!“ beschwerte sich eine männliche Stimme hinter ihnen. Die Schwestern drehte sich um und sahen in zwei sehr bekannte Gesichter. „Das neulich in der Stadt war irgendwie gar nicht nett von dir!“ Vincent ging langsam auf Malice zu, welche jedoch leicht zurückwich. „Und du? Wie kannst gerade du von etwas „nicht nettem“ sprechen?“ sie war sauer, dass konnte Vincent an ihrer Stimmfarbe nur zu gut erkennen. „Lass uns heute einfach zusammen auf einen Ball gehen, okay?“ flüsterte er ihr leise zu und nahm ihre Hand in seine, um ihr anschließend einen Handkuss zu geben. „Du siehst umwerfend aus!“ merkte er dann noch an.
Während Malice sich schon mit Vincent auseinandersetzt starrt Angelique ihren gegenüber noch ungläubig an. Topas alias Victor. Er führte die selbe Geste mit Angelique durch, die Vincent Malice widmete. „Nun denn, gehen wir auf einen Ball!“ platzte Vincent heraus. Beide Männer boten den Mädchen ihre Arme an und die beiden hakten sich ein, um dann gemeinsam mit den beiden Vampiren die Sporthalle zu betreten. Bewundernde Blicke folgten ihnen, doch dieses mal nicht nur wegen ihnen, sondern vielmehr wegen ihren Begleitern. Alice und die anderen Cullen´s sahen verwirrt zu den Schwestern hinüber, dann begann die Musik zu spielen. Malice, Vincent, Angelique und Victor betraten sogleich die Tanzfläche und nahmen sie ein, da die meisten den Pärchen zusehen wollten. Doch die Cullens begannen ebenfalls zu tanzen.

Malice schmiegte sich eng an Vincent. „Was soll das hier? Welchen Plan verfolgt ihr?“ „Ich habe die doch gesagt, wir gehen auf einen Ball“ „Du weißt, was ich meine“ sie wusste nicht, ob sie sauer oder traurig sein sollte. „Wir gehen auf einen Ball“ wiederholte Vincent ruhig. Malice krallte die Hand, die auf Vincent´s Schulter lag leicht in sie hinein. „Bitte Malice, lass uns einfach tanzen! Und den Moment genießen“ bei diesen fast flehenden Worten gab sie sich geschlagen und sie tanzen fortan stumm weiter.
Angelique lehnte ebenfalls dicht an ihrem Partner und wagte sich kaum zu atmen. Sanft lehnte Victor seinen Kopf an ihren. „Wir müssen bald wieder gehen!“ sagte er dann leise. „Wieso?“ war alles, was Angelique wissen wollte, keine Fragen so wie Malice, sie war im hier und jetzt und genoss jede Minute in den Armen ihres Geliebten Victor´s. „Das kann ich dir leider nicht sagen, aber es wird sich bald alles klären!“ „Warum ist...“ „Schhh!“ er legte einen Finger auf ihre Lippen und brachte sie somit zum schweigen. Sie verstand und schwieg. Nach drei weiteren Liedern war es dann schon vorbei. Die beiden Männer lösten sich von den Schwestern und verließen die Turnhalle. Angelique wollte ihnen hinterher rennen, doch Malice hielt sie am Arm fest und sah den beiden finster nach. „Komm, wir trinken etwas!“ sie nahm die Hand ihrer jüngeren Schwester und sie gingen zum Buffet. Alice rannten ihnen nach und stand hinter ihnen, als sie sich etwas zu trinken eingossen.
„Waren das die beiden, von denen du vorhin erzählt hast?“ Alice war direkt wie immer. „Ja“ antwortete Malice knapp und nahm einen Schluck Bowle.
„Kommt, lasst uns den Abend nach Möglichkeit noch genießen, wir können dann morgen über alles reden.“ sie nahm die beiden bei der Hand und führte sie auf die Tanzfläche, wo Jasper mit Angelique und Malice mit Emmett zu tanzen begannen.
„Jasper meinte sie sind sehr durcheinander!“ sagte Alice zu Rosalie, als diese von der Tanzfläche zu ihr kam. „Das kann ich gut verstehen, ich glaube, sie wissen nicht mehr als wir. Und du? Konntest du etwas in der Zukunft von den beiden Vampiren sehen, werden sie die zwei wiedertreffen?“ „Ich habe noch nichts gesehen, aber ich hoffe, das kommt bald!“ „Sie hatten sicher nichts böses im Sinn, ich meine, sie haben die beiden auf den Ball begleitet. Vielleicht durften sie es nicht und sind deshalb so schnell wieder weg, vielleicht liegt ihnen ja nur die Sicherheit der beiden am Herzen und sie halten sich deshalb von ihnen fern... ich hoffe wir werden bald schlauer sein“ beendete Rosalie das Gespräch.

Währenddessen tanzten die Jungs mit den Schwestern, danach machten sie sich auf den Weg nach Hause. Angelique schwieg betreten und Malice dachte nach bis sich ihre Gedanken trafen. (Was sollte das nur? Ich versteh es nicht, hätten sie uns nicht wenigstens etwas erklären können, so tappen wir weiterhin vollkommen im Dunkeln, ich weiß nicht einmal, ob wir den beiden noch vertrauen können!) Angelique sah Malice an, als sie dies hörte. Doch Malice sah aus dem Fenster, ohne Anstalten zu machen, dies zu ändern. (Ich denke vertrauen können wir ihnen, was es auch ist, sie machen es für uns, um unser Sicherheit Willen oder was auch immer, aber für uns!)
Angelique war sich aus einem Grund sicher, den Malice nicht verstand, deswegen entschied sie sich, nicht weiter über das Thema zu sprechen. (Lass uns abwarten. Carlisle hat Recht, mehr können wir im Moment nicht!)

Sie fuhren in direkt in die Garage und stiegen dort aus. Leicht betrübt, aber überwiegend müde gingen sie hinauf ins Haus, wo schon die nächste Überraschung auf die zwei wartete. Auf dem einen Sofa saßen Vincent und Victor, sie hatten sich allem Anschein nach bis eben mit Carlisle unterhalten. Verwirrt sahen sich die Schwestern an. Auch Rosalie und Alice tauschen verwirrte Blicke und wandten sich dann der Szenerie im Wohnzimmer zu.

Malice hatte genug, ihr riss der Geduldsfaden und sie rannte aus dem Haus. „Malice!!“ rief Carlisle ihr noch hinterher. Angelique stand wie angewurzelt in der Tür und starrte ungläubig zu Victor. „Ich kümmere mich um Malice!“ meinte Vincent knapp und stand gelassen auf. Alice nahm Angelique´s Hand und drückte sie sanft. Dann gingen sie zur Couch und setzten sich gegenüber von dem Vampir Topas.

Noch bevor jemand etwas sagen könnte begann Alice stumm auf den Tisch zu starren. Sie hatte eine Vision. „Malice...“ hauchte sie kaum hörbar.

Kapitel 6 Juwely
Malice rannte durch den Wald, ohne sich umzusehen, doch Vincent folgte ihr auf dem Fuße. Eine Weile lief er ihr nur nach, nachdem sie aber eine ziemlich lange Strecke zurückgelegt hatten entschied er sich, sie nun endlich zu stoppen. „Malice warte!“ als sie nicht auf ihn hörte beschloss er sich von der Erde Gebrauch zu machen. Er blieb stehen und drückte seine Hände fest auf den Boden. Als die Erde plötzlich anfing zu vibrieren blieb Malice erschrocken stehen. Sie wandte sich zu Vincent um, der nun einige Meter hinter ihr zurückgefallen war. Langsam ballte sie ihre Hände zu Fäuste und starrte wutentbrannt in seine Richtung.
„Du tauchst auf und verschwindest, wie es dir gerade passt. Was denken du und Victor sich eigentlich dabei? Glaubt ihr, ihr könnt alles mit uns machen? Weil wir so jung sind? Weil wir zu Hälfte Mensch sind? Oder warum?“ brüllte sie ihm mit voller Kraft entgegen.
„Ganz einfach, weil ich das so wollte!“ erklang unerwartet eine Stimme hinter ihr. Sie erkannte sie sofort und drehte sich so nur langsam um, bis sie ihrem Vater von Angesicht zu Angesicht gegenüber stand. „Na na, wer wird denn, wir haben uns so lange nicht gesehen, was soll denn da der hasserfüllte Blick? Wie wäre es mit einer freudigen Begrüßung, so wie du es damals immer getan hast!“ ein fieses Grinsen auf den Lippen sah er sie an. Malice war wohlbedacht darauf, keine falsche Bewegung zu tätigen. „Malice, ich habe damit nichts zu tun, das musst du mir glauben!“ Vincent´s Stimme klang flehend, doch wie sollte Malice ihm noch glauben, nachdem was alles passiert war. „Ein Dreck muss ich!!“ brüllte sie ihn an, ohne sich umzudrehen. Ihren Blick von ihrem Vater zu lösen wäre jetzt zu gefährlich und gerade als sie überlegte, wie sie sich am besten davonstehlen konnte, tauchten die anderen hinter ihrem Vater auf. Eine aussichtslose Situation, gegen ihren Vater anzukommen ist eine Sache, aber gegen das ganze Rudel konnte sie sich unmöglich behaupten.

Alle Blicke ruhten auf Alice, was hatte das zu bedeuten? Eine Vision, aber sie konnte Malice nicht gesehen haben, Halbwesen erscheinen in ihren Visionen nicht, woran also lag es, das Alice Malice Namen so panisch ausgesprochen hatte. „Alice? Was siehst du?“ fragte Jasper und sah sie direkt an. „Ich... ich weiß nicht, aber es ist nichts gutes. Da ist Vincent, er... er steht im Wald und da ist noch ein anderer Vampir, nein nicht nur einer, es ist ein ganzes Rudel, fünf mit Vincent sind es sechs, ihre Aufmerksamkeit ist auf einen und denselben Punkt gerichtet. Könnte es Malice sein?“ sie sah wieder völlig normal in die Runde. „Sie sagte es seien sieben, einer ist Vincent einer ist Victor, der hier bei uns sitzt und die anderen, sie könnten doch!“ schockiert über diese Feststellung sah Jasper zu Angelique. „Wie haben sie ausgesehen?“ fragte diese sofort an Alice gewandt, auch Victor lauschte angespannt. „Der Anführer ist groß mit etwa schulterlangem, dunkelbraunem Haar, stattlich gebaut recht eckiges Gesicht...“ „Tristan!“ unterbrach Victor sie. „Es ist also Vater? Dann... dann müssen wir sofort los, falls Malice wirklich dem gesamten Rudel gegenüber steht was sollte sie da machen? Selbst wenn Vincent ihr helfen würde, zu zwei sind sie nicht in der Lage sie zu besiegen oder überhaupt lebendig aus dieser Sache heraus zu kommen, wir müssen ihr nach, Xavier kann sie mit links aufspüren!“ Angelique brach in Panik aus. „Ich kann sie auch finden, beruhige dich!“ schritt Edward ein. „Nein! Hast du vergessen, was sie über ihren Vater erzählt haben? Er kann die Fähigkeiten von anderen blockieren!“ aufmerksam wie immer trat auch Bella nun in die Konversation ein. Leicht betreten senkte Edward den Blick. „Xavier nicht, er findet sie!“ mit diese Worten sprang Angelique auf, doch gerade als sie hinauf gehen wollten, um Xavier zu holen, stand dieser bereits auf der Treppe und wartete auf sie.
„Angi, wir sollen nicht voreilig handeln“ rief Carlisle. „Aber wenn wir warten könnte Malice etwas zustoßen!“ Wut klang in ihrer Stimme mit. „Also ich bin dabei! Lass uns losgehen!“ Emmett sprang auf und Rosalie folgte ihm, auch Edward war bereit. Alice und Jasper zögerten noch kurz, erhoben sich dann aber und gingen zu den anderen hinüber. Alle drehten sich zu Carlisle und Esme um, doch als diese beiden schwiegen rannten sie alle los, bis auf Bella, sie blieb bei Esme Carlisle hingegen machte sich auf den anderen zu folgen.

„Vincent mein Freund, ich habe allmählich die Nase voll, dass du nie auf meine Befehle hörst!“ ein tiefes Knurren kam aus Tristan´s Kehle. „Rubeus, lass mich das erledigen!“ sprach ein großer, blonder Kerl und trat auf Malice Vater zu. „Hab deinen Spaß mit ihm Opal, ich habe ihn satt!“ das war das Startzeichen für den gefährlich aussehenden Vampir Opal. „Nein! Nicht!“ Malice sprang noch vor ihn, wurde aber von ihm zur Seite geschleudert. Sie rollte über den Boden, sprang aber sofort wieder auf. Geduckt und Zähne fletschend stand sie vor ihrem Vater. „Oh Malice, du wirst doch nicht auf die dumme Idee kommen, sich mit uns allen anzulegen, leidest du jetzt schon an Selbstüberschätzung? Tja du bist eben Marianne´s Tochter, leider kommst du nur nach ihr und nicht nach mir, wirklich bedauerlich!!“ mit dem letzten Wort benutze er seine Fähigkeit und Malice wurde erneut durch die Luft geschleudert. Wieder landete sie wie eine Katze auf ihren Füßen. Dann fiel ihr Vincent wieder ein und sie wandte den Blick besorgt ab. Ein Fehler, denn ihr Vater stürmte sofort auf sie zu, schloss seine Hand fest um ihren Hals und drückte sie gegen einen nahestehenden Baum. „Und ich dachte du seist schlauer geworden, doch da du mir den Rücken zuwendest scheine ich mich da getäuscht zu haben!!“ hauchte er, da er sich weit nach vorne gebeugt hatte und so direkt neben ihrem Ohr war. Er ließ seine Blick über ihren Hals bis zum Brustbein wandern und wieder zurück. Ein leises Knurren entfuhr ihm. „Ob dein Blut wohl so wie das deiner Mutter schmeckt?!“ er schloss die Augen und atmete einmal tief ein, sog ihren Geruch auf.

„Schneller Xavier!“ spornte Angelique den großen Wolf an. „Wir müssen schon ganz in der Nähe sein, die Gedanken werden leiser!“ Edward konzentrierte sich stark auf Malice Gedanken, konnte sie aber kaum noch wahrnehmen. „Wir dürfen nicht zu spät kommen!“ verzweifelt biss Angelique die Zähne zusammen, konnte sich aber kaum beruhigen. Immer und immer wieder trieb sie Xavier an, doch dieser war nunmal ein normaler Wolf, mehr als ein schnelles Rennen war dadurch nicht drin, konnten sie so noch rechtzeitig ankommen, um ins Geschehen einzugreifen? „Bitte kein unüberlegtes Handeln, wenn wir bei ihnen ankommen!“ er sollte ein Appell an die Vernunft, doch Carlisle hatte keinen großen Erfolg, alle waren angespannt.

Verbissen kämpfte Malice gegen den festen Griff ihres Vaters an, ihr letzter Ausweg, sie biss ihm in den Arm. Aufgebracht schlug er sie beiseite und schüttelte seine Hand, als hätte ein Hund ihn gebissen. Dieses mal landet Malice nicht gewohnt elegant auf den Füßen, sondern blieb kurz auf dem Bauch liegen. Anschließend rappelte sie sich auf und tastete ihr schmerzendes Gesicht ab. Blut. Ihr Lippe war aufgeschlagen. Hektisch wischte sie es ab und richtete ihren Blick auf die Szenerie nicht weit von ihr entfernt. Vincent kämpfte noch immer gegen Opal. Er war blind. „Opal du Hund!“ brüllte sie erzürnt, doch ihr Vater stand bereits wieder hinter ihr. Die anderen Vampire des Rudels beobachteten das Geschehen stumm. Schnell wich Malice einem Tritt ihres Vaters aus und hechtete hinter einen Baum. „Findest du es etwa unfair, dass dein armer, kleiner Vincent blind kämpfen muss? Er ist doch sooo stark, das sollte ihm doch gar nichts ausmachen!“ ihr Vater hatte ungewollt Recht, denn Vincent kam in der Tat sehr gut damit klar, nichts sehen zu können, Malice war dies nur entgangen. Als ihr Vater ihre Erleichterung bemerkte musste er lachen. „Wie war das? Du liebst ihn? Aber du kennst ihn so schlecht. Sag Mali, wie weit würdest du für ihn gehen?“ er blieb auf einer Stelle stehen und sah nur zu ihr hinüber. „Für dich immernoch Malice!“ keifte sie und sprang hinter dem Baum vor, der sie bis eben geschützt hatte. „Saphir, hast du nicht Lust ein wenig mit ihr zu spielen? Ich muss mich noch mit Zitrin und Beryll treffen!“ Malice war verwirrt. Verdattert sah sie zu ihrem Vater und brachte kein Wort mehr heraus. Das entging Rubeus nicht. „Wir sehen uns wieder, keine Sorge. Nun ja, es sei denn Saphir kann sich nicht beherrschen, er ist ja immer sehr ruhig, aber er es so gefährlich wie er wortkarg ist. Nun denn!“ er wandte sich zum gehen. „Spätestens in der Hölle sehen wir uns wieder du Bastard!!“ die Hände zu Fäuste geballt sah sie ihn wütend an. Erstaunt über ihren Mut schenkte er ihr einen letzten Blick, verließ dann aber den Ort des Geschehens. (Ich werde Mutter rächen!! Und ich werde Angelique und Bella vor dir beschützen!!) sie sah noch immer ihrem Vater nach und bemerkte so auch nicht, dass Saphir sich auf den Weg zu ihr machte. Er ging langsam und ballte seine Hände immer wieder zu Fäusten, um sie gleich danach wieder zu öffnen. Dies wiederholte er immer und immer wieder. Gerade als er losrennen will, trifft ihn jedoch ein harter Schlag ins Gesicht und er fliegt gegen einen Baum. Verwundert und erschrocken zugleich strich er sich über die Wange und suchte die Gegend nach der Person ab, von der der Schlag gekommen war.

„Malice!!“ sofort rannte Angelique zu ihrer Schwester und umarmte sie. Emmett rieb sich noch immer die Hand, bereit Saphir wenn es sein musste ein weiteres mal anzugreifen. „Wir war das mit dem nicht planlos oder so?“ Victor sah Emmett mit einer hochgezogenen Augenbraue an. „He, er wolle Malice gerade angreifen, hätte ich das deiner Meinung nach zulassen sollen, ja?“ konterte er und als er neben den Schwestern stand durchwuschelte er Malice Haare. „Ja ja, als hättest du dich nicht den ganzen Weg über schon auf diese Aktion gefreut!“ Rosalie sah ihn skeptisch an. Jetzt erst viel Malice Vincent wieder ein, der noch immer gegen Opal kämpfte, doch jetzt wo Rubeus weg war, hatte er keine Probleme mehr. Noch immer blind, aber wieder im vollen Besitz seiner Fähigkeiten schlug er Opal mit einem kleinen Steinschlag in die Flucht. „Ich denke, wir sollten uns zurückziehen“ es war Jaden, der dies sagte. Er packte Opal am Kragen, als sich dieser erneut auf Vincent stürzen wollte. „Wir können sie schlagen, sie sind doch schwach, mit unseren Fähigkeiten haben wir keine Probleme gegen sie!!“ tobte Opal, doch Jaden blieb ruhig. „Nein Virgile, wir sind im Nachteil, nicht nur von der Zahl her gesehen!! Wir gehen! Spinell würdest du bitte!“ Jaden´s Befehle zeigten Wirkung. Opal richtete sich auf und klopfte sich den Staub von den Sachen. Spinell nickte nur kurz zu Bestätigung und setzte dann seine Fähigkeit ein. Wie ein Feuerspucker es tun würde, nur das er wieder Feuerzeug noch Spiritus hatte, blies er eine Feuerfontäne in die Luft, die einige Sträucher und Bäume in Brand setzte.
Malice und die anderen wichen erschrocken zurück. Nach dem sonnigen Tag waren Bäume und Sträucher recht trocken und brannten so besser. Nur wenige Sekunden später brannte alles um sie herum lichterloh. „Verdammt, das Feuer hat uns eingeschlossen!“ fluchte Emmett. Doch Malice blieb ruhig.
Sie schloss ihre Augen und lauschte dem Wind. Er war schwach, doch stark genug für ihr Vorhaben. „Vincent, kannst du mir kurz helfen?“ mit noch immer geschlossenen Liedern hob sie ihre Arme. Abrupt nahm der Wind zu und trieb das Feuer an einer Stelle zusammen. Dann schritt Vincent ein. Eine Decke aus Sand und Steinen erhob sich, legte sich über das Feuer und drückte es zu Boden bis es zischend erlosch.

Baff beobachteten alle das Geschehen. „Das nenn ich Teamwork!“ Carlisle klopfte Malice auf die Schulter und lächelte. Der Mond erleuchtete das Geschehen und alle wirkten noch blasser. Hätte sie jemand so gesehen, wären sie wohl schreiend davon gelaufen, weil man sie durchaus für Geister halten konnte.
„Lasst uns nach Hause gehen, ihr seid doch sicher müde!“ meinte Carlisle anschließend. „Na klar! Und wie!“ kam es von Emmett. „Sehr witzig Emmett!“ Carlisle schloss die Schwestern in seine Arme. „In Zukunft rennt bitte keiner mehr einfach durch die Gegend, geschweigedenn Nachts durch den Wald!“ betreten senke Malice bei Carlisle Worten den Kopf.
„Wo werdet ihr hingehen?“ fragte Jasper an Vincent und Victor gewandt. „Ich schätze in das Rudel schleichen können wir uns nun nicht mehr, dazu habe ich heute meine Stellung zu offensichtlich preis gegeben. Wir werden uns auch etwas zu essen suchen müssen!“ Victor stimmte Vincent mit einem Nicken zu. „Warum versucht ihr es nicht einfach einmal wie wir. Das Blut von Tieren reicht aus!“ schlug Carlisle vor, doch man konnte den beiden ansehen, dass sie nicht sonderlich beeindruckt waren von diesem Vorschlag. „Ihr könnte es euch ja einmal überlegen.“ Carlisle war klar, dass es kein leichtes Unterwangen wäre, sie vom Menschenblut weg zu bekommen, da sie immerhin Jahrtausende nichts anderes kannten. Man sah an Jasper, wie schwer es war, wenn ein Vampir zu lange an Menschenblut gewöhnt ist.

„Gut, wir gehen dann!“ war das einzige, was Vincent noch sagte, dann wandten er und Victor den anderen den Rücken zu. „Tss!“ Malice schüttelte erbost den Kopf. „Was?“ fragte Vincent als er dies hörte und ward ihr einen Blick über die Schulter zu. „Nichts!“ keifte sie und drehte sich um. „Auf eine Erklärung kann ich ja wohl eh ewig warten!“ meinte sie anschließend noch schnippisch, dann ging sie los. Xavier rannte ich schwanzwedelnd hinterher, bis er mit ihr gleichauf war. Lächelnd strich sie ihm sanft durchs Fell. „Das hast du super gemacht großer!“ lobte sie ihn für seine Hilfe. Ohne etwas zu erwidern ging auch Vincent seines Weges, gefolgt von Victor. Alle anderen machten sich daran Malice zu folgen.
Malice und Angelique waren sehr erschöpft und trotteten vor sich hin. Als sie gerade einen kleinen Hang herunterliefen wäre sie beinahe beim gehen eingeschlafen, rutschte dadurch aus und kullerte hinunter. Unten angekommen setzte sie sich auf und schüttelte sich die Blätter vom Leib. Seufzend ließ sie den Kopf hängen, doch sofort war Xavier zur Stelle und leckte ihr das Gesicht ab. „Ah! Danke Xavier, ich bin ja wieder wach!“ meinte sie und drückte ihn vorsichtig von sich weg. „Ja, du siehst unglaublich munter aus!“ Emmett verschränkte die Arme und sah zu ihr runter. Auch Angelique kam gerade angetorkelt und ließ sich neben ihre Schwester auf den Boden sinken, um sich dann an ihr anzulehnen und die Augen zu schließen. „Ich nehme Mali, Emmett du nimmst Angi und Edward, würdest du den Wolf nehmen?“ alle taten, wie Carlisle es ihnen sagte. „Xavier... er heißt Xavier, nicht Wolf! Wenn ihr ihn weiter nur als einen Wolf betrachtet endet er noch irgendwann als eine eurer Mahlzeiten!“ brabbelte Malice leise vor sich hin, sodass nur Carlisle, auf dessen Armen sie ja auch lag, sie verstand. „Soweit wird er schon nicht kommen!“ beruhigte er sie und dann rannte alle in ihrem gewohnt schnellen Tempo durch den Wald.

Keine fünf Minuten später kamen sie an ihrem Haus aus, wo Bella und Esme schon ungeduldig auf sie warteten. Erschrocken rannte Esme auf Carlisle zu. „Sie schlafen. Es war ziemlich anstrengend heute für die beiden, wir bringen sie in ihre Betten“ sagte er, noch bevor Esme in Panik ausbrechen konnte. Dann gingen Edward, Carlisle und Emmett hinein und trugen ihr „Gepäck“ in ihre Zimmer hinauf, um sie ins Bett zu legen. Anschließend gingen sie wieder hinunter ins Wohnzimmer und setzten sich zu den Frauen und Jasper, die schon in ein Gespräch über das Geschehen vertieft waren.

„Wir kamen wohl gerade im rechten Moment an, ich hätte mich schon gern noch weiter ausgetobt. Dieser Kerl, wer weiß, was er sonst mit Malice angestellt hätte!“ fügte Emmett dem Gespräch bei, als er und die anderen Männer sich auf die Couch gesetzt hatten. „Ich frage mich, wo ihr Vater hin war. Ich konnte die Gedanken wieder viel klarer hören, je weiter er verschwand, kurz vor unserem Eintreffen muss er gegangen sein“ Edward blickte sehr nachdenklich drein und seine Worte brachten auch die anderen dazu sich den Kopf zu zerbrechen. „Dieser Spinell scheint sehr gefährlich zu ein, das Feuer hätte uns leicht alle auf einmal töten können, wenn denn Vincent und Malice nicht ihre Fähigkeiten gehabt hätten, das beunruhigt mich“ merkte Carlisle an und wandte Blick grübelnd ab.
„Ist Malice denn verletzt worden?“ fragte Esme besorgt. „Ich glaube nicht ernst, ihre Lippe war etwas angeschwollen, aber sonst. Ich nehme an in der Hinsicht ist sie uns ja auch sehr ähnlich“ beruhigend strich er ihr über den Rücken und legte anschließend einen Arm um sie. „Was ist mit Vincent und Victor? Ich hätte gedacht, sie kommen wieder mit hier her. Sie könnten uns doch sicher eine Menge Fragen beantworten!“ Bella lehnte sich an Edward und gähnte leicht. „Nun, ich denke sie sollten vorerst Malice und Angelique´s Fragen beantworten. Willst du nicht auch ins Bett gehen Bella? Es ist schon weit nach Null Uhr.“ freundlich lächelte Carlisle Bella an, doch diese schüttelte den Kopf.

Wenige Minuten später war sie an Edward gelehnt eingeschlafen. Er nahm sie vorsichtig auf seine Arme und trug sie hoch, wo er sie ins Bett legte und zudeckte. Dann hauchte er ihr noch einen Kuss auf die Stirn und ging wieder hinunter zu den anderen.

Er setzte sich auf die Couch und alle schwiegen sich an. Die restliche Nacht über erwähnt sie das Juwely Rudel nicht mehr. Sie spielten stattdessen Karten.

Malice wurde sehr früh wieder wach und dachte nach. (Wer sind diese Zitrin und Beryll. Sie gehörten damals noch nicht zum Rudel, vielleicht ist eine davon ja Vater´s neue Geliebte. Warum nenne ich ihn eigentlich noch Vater? Er war nie ein Vater für mich... Ich muss herausfinden, wer diese beiden Frauen sind und wie sie zu meinem V... wie sie zu Rubeus und dem Rudel stehen!!) entschlossen stand sie auf. Sie bemerkte, dass sie noch immer das Ballkleid trug. Es hatte unter dem Kampf letzte Nacht sehr gelitten. Schnell schnappte sie sich ein paar frische Sachen und verschwand dann im Bad. Im Spiegel sah sie den Kratzer in ihrem Gesicht. Die Schwellung war bereits zurückgegangen. Vorsichtig stieg sie aus dem ohnehin ruinierten Kleid und stellte sich unter die Dusche. Das warme Wasser missfiel ihr, deswegen entschied sie sich prompt kalt zu duschen. Das erfrischte sie auch viel mehr.
Die weißen Fliesen in den Wände ließen den Raum noch heller wirken, als er durch die großen Fensterscheiben eh schon war. Malice genoss das kühle Nass duschte aber nicht zu lange. Als sie aus der Dusche herauskam wäre sie beinahe auf dem Fliesenboden ausgerutscht, konnte sich aber noch rechtzeitig fangen. Sie trocknete sich mit dem weißen Handtuch ab und hing es anschließend über die Heizung zum trocken. Leicht genervt stöhnte sie auf, als ihr auffiel welche Jeans sie sich ausgesucht hatte. Es war genau die, in die man nach dem duschen immer so schwer hineinkam. Und so quälte sie sich in ihre schwarze Hose und schlüpfte elegant in ihr enganliegendes blaues Shirt mit der Aufschrift „Vorsicht bissig“.
Sie putzte sich die Zähne und verließ dann das Bad. Aus ihrem Zimmer holte sie sich noch eine Tasche mit allem was sie brauchte, dann weckte sie Xavier und schlich hinunter. Erleichtert bemerkte sie, dass niemand zu Hause war, vermutlich waren sie auf der Jagd und rechneten nicht damit, dass eine von den Mädchen so früh wieder wach werden würden. Es war ja auch erst kurz nach sieben und sie waren sehr spät ins Bett gekommen. „Okay Xavier, lass uns gehen!“ vorsichtshalber entschloss sie sich trotzdem zu flüstern und gerade als sie das Hause verließ packte sie eine Hand von hinten. „Hatte ich nicht gestern gesagt, dass keiner von euch mehr allein aus dem Haus geht?!“ es war Carlisle, der sie ernst ansah. „Ich bin nicht allein, Xavier ist doch bei mir!“ sie verhielt sich gerade wie ein kleines Kind, das versuchte seinem Vater zu widersprechen, doch das wusste sie und sie genoss es regelrecht. Carlisle sah sie mit einem weichen, väterlichen Blick an. „Mali...“ er seufzte. „Ich geh mit ihr! Ich muss eh in die Stadt!“ erklang plötzlich Rosalie´s Stimme hinter ihnen. „Woher wusstest du, dass ich in die Stadt wollte?“ Malice Blick wanderte durch den Raum und blieb bei Edward hängen. Dieser sah sie mit einer Unschuldsmiene an und zuckte mit den Schulter. Sie schüttelte den Kopf und gab sich geschlagen, sie hatte ja eigentlich auch nichts dagegen mit Rosalie zusammen zu fahren. Xavier ließ sie dafür zu Hause bei Angelique.

„Gut, passt auf euch auf Mädchen!“ verabschiedete sich Carlisle und verschwand im Wohnzimmer. Malice musste Edward ja genau genommen dankbar sein, denn wenn er gehört hatte, dass sie in die Stadt wollte, dann wusste er sicher auch warum.
Sie entschieden sich mit Rosalie´s rotem Cabrio zu fahren, allerdings wollte Malice nicht ans Steuer, somit fuhr Rosalie.
„Edward hat mir keine Einzelheiten erzählt, würdest du das übernehmen?“ fragte Rosalie nach einiger Zeit. Malice nickte. „Nun ja, gestern erwähnt mein Vater zwei Frauen, die mir nichts sagten. Ich muss herausfinden, wie sie zu meinem Vater stehen, ob eine seine neue Geliebte ist, ob sie einfach beide nur zu seinem Rudel gehören oder was auch immer.“ „Und du meinst, das wir die Antwort in der Stadt finden?“ „Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wie ich darauf kam die Antwort in der Stadt finden zu können.“ erklärte sie Rosalie. „Hmm, also ich wüsste auch nicht, wo wir anfangen könnten zu suchen, aber vielleicht haben wir ja Glück und deine Intuition ist etwas wert!“ „Das klang ziemlich herablassend!“ schmollend sah Malice zu Rosalie hinüber, doch diese lachte nur leicht auf.

Als sie langsam in Port Angeles einfuhren war Malice sofort damit beschäftigt überall Ausschau zu halten. Bis ihr einfiel, dass sie ja nicht einmal wusste, wie sie aussahen, doch Vampire würde sie auf den ersten Blick erkennen, da war sie sich sicher. Allerdings blieb sie erfolglos, bis sie in der Mitte der Stadt ankamen. Gelassen stiegen sie aus dem Auto aus und ignorierten die Blicke und Pfiffe der Männer um sich herum, doch als sie zu aufdringlich wurden stieß Rosalie einen beiseite. Sie wussten nicht,wo sie anfingen sollten, also beschlossen sie einfach ein wenig durch die Stadt zu laufen. Es kam ihnen nicht sonderlich sinnvoll vor, denn wie groß war schon die Chance ihnen rein zufällig über den Weg zu laufen. „Wie ich meinen Vater einschätze werden es irgendwelche hübschen, aber hirnlosen Weiber sein. Er mochte es noch nie, wenn Frauen ihm widersprachen. Auf uns wirken sie sicher nicht so attraktiv, wie auf solche Kerle dahinten. Aber vielleicht werden sie ja auch umgarnt. In diesem Fall müssten wir wahrscheinlich nur den Kadavern folgen. Oder so ähnlich...“ Malice lachte leicht auf.

Ob nun Zufall oder doch geplant war nicht sicher, dennoch hatten die beiden Freundinnen Glück und mussten nicht lange suchen. Nach kurzer Zeit trafen sie auf zwei Frauen, die zwei Männer verführten. Malice Augen verengten sich zu Schlitzen und sie beobachtete alles ganz genau. Beide folgten den Frauen in die Gasse, in der sie mit den Männern verschwanden.
Kurz bevor die beiden ihre Opfer aussaugen wollten schritten sie in den Schatten. „Noch nicht gefrühstückt?“ fragte Malice ohne Scheu. Knurrend hoben beide Frauen die Köpfe und ließen von ihren willigen Begleitern ab. „Was mischt du dich hier ein Miststück!?“ fauchte die etwas dunklere mit den braunen Haaren. „Uh... Miststück. Nun hast du es mir aber gegeben! Ich bin zu tiefst gekränkt du Flittchen!“ Malice beendete ihren Satz mit einem tiefen Knurren, was die Männer letztlich zur Flucht bewegte.
„Nun ist unsere Mahlzeit davon gelaufen, das gefällt mir gar nicht!“ dieses mal war es die dunkelblonde Frau. Ihre langen Haare ragten ihr bis über die Hüfte. Beide waren nun Rosalie und Malice zugewandt.

„Eure Namen!“ forderte Rosalie sie sofort auf. „Zitrin und Beryll, als würdet ihr das nicht schon längst wissen! Oder habt ihr so viele Vampire in Forks?“ bissig antwortete die braunhaarige Beryll. „Eigentlich heißen wir ja Celeste uns Yael!“ fügte die Zitrin alias Celeste hinzu. „Wie steht ihr zu meinem Va... wie steht ihr zu Rubeus?“ Malice stockte, als sie erneut Vater sagen wollte, was die beiden fremden Frauen zum lachen brachte. „Kann dir das nicht eigentlich egal sein Kindchen?“ Beryll lachte noch immer. „Du scheinst alt zu sein. Du redest wie eine alte Oma und ja, du siehst auch so aus!“ meinte Malice provozierend. Doch Beryll knurrte nur. „Ich kann etwas sehr leckeres riechen, lass uns gehen Schwester!“ forderte Zitrin ihre Schwester Beryll auf. „Na dann lass uns gehen, ich denke wir sind hier eh fertig. Rubeus wartet sicher auch schon auf uns!“ und mit diesen Worten verschwanden die beiden. Gerade als Malice ihnen nachrennen wollte packte Rosalie sie am Arm. Als Malice fragen wollte, was das sollte kam ein Polizist um die Ecke. „Charlie! Hast du mich erschrocken!“ meinte sie spielerisch erleichtert. „Malice? Was machst du denn hier? Zwei junge hübsche Frauen wie ihr solltet nicht in so einer dunklen Gasse herumlaufen, nicht das euch etwas passiert“ er begleitet die Frauen aus der Gasse hinaus und bleibt dann im etwas helleren Licht stehen. „Wir wollten eh gerade wieder nach Hause fahren!“ „Ah, hab gehört du und deine Schwester wurden von den Cullens adoptiert. Schön, dass ihr wieder eine Familie habt, mir gefiel der Gedanke eh nicht sonderlich, ich zwei allein in diesem Haus.“ „Ja, das stimmt, ich hätte nie mit soetwas gerechnet, aber die Cullens sind wirklich toll! Ich habe nun ja sogar einen Vater, es ist ein ganz neues Gefühl!“ und das war nicht einmal gelogen es kam von Herzen, was sie sagte und das brachte Rosalie zum lächeln. „Nun dann, kommt gut nach Hause und sag Bella sie kann ruhig auch mal wieder zu Hause vorbei schauen!“ bei seinen letzten Worten sah er leicht betrübt drein. „Okay, ich grüße sie von dir! Machs gut!“ und somit trennten sich die Wege von den Freundinnen und Charlie.

Die Heimfahrt war weitgehend ruhig. „Also diese beiden sind mir nicht ganz geheuert. In welcher Verbindung sie zu meinem Vater stehen weiß ich auch immer noch nicht, das wurmt mich schon ein wenig!“ „Malice, sie habe keine Verbindung zu deinem Vater, sie kennen deinen Vater nicht einmal!“ Malice sah Rosalie verwirrt an, doch als diese lächelte verstand sie, was sie meinte. Breit grinsend lehnte sie sich zurück und schaute den Himmel an. „Ja du hast Recht!“ stellte sie zufrieden fest und musste an ihre eigenen Worte Charlie gegenüber denken.

Gerade als Malice ihren Blick wieder auf die Straße richtete trottete plötzlich etwas vor ihr Auto. „Vorsicht!!“ brüllte sie und riss das Lenkrad herum. Sie fuhren zu schnell, konnten durch Malice frühzeitiges Manöver zwar noch ausweichen, überschlugen sich dann aber mit dem Wagen. Malice Gurt riss und sie wurde aus dem Auto geschleudert, sodass sie hart auf der Straße landete und dann kam das Auto. Um Haaresbreite hätte es sie erwischt, wenn Rosalie nicht eine Sekunde vorher noch aufgetaucht wäre und sie von der Straße gezogen hätte. „Malice, bist du okay?“ sie keuchte, der Schreck steckte auch ihr in den Gliedern, gerade als sie Malice Gesicht sah. Sie hatte mehrere Platzwunden und eines ihrer Augen war nicht mehr weiß, sondern blutrot, aber das schöne Blau stach nach wie vor heraus. Doch dann schlossen sich die Lieder. Rosalie war sich nicht sicher, ob sie der Versuchung des Blutes widerstehen konnte. Somit legte sie Malice vorsichtig am Straßenrand ab und deckte sie mit einer Decke zu. Sie achtete darauf, dass man Malice von der Straße aus nicht sehen konnte, dann rannte sie los, um den Rest des Weges zu Fuß zurückzulegen und Carlisle zur Hilfe zu holen.

Während Rosalie fast zu Hause ankam erlangte Malice ihr Bewusstsein wieder. Sie rappelte sich auf und sah sich verwirrt um. Dann durchzuckte sie ein furchtbarer Schmerz und sie fasste sich an die Stirn. Als sie ihre Hand wieder löste sah sie erschrocken das ganze Blut, dann fiel ihr wieder ein was passiert war. (Was ist uns da eigentlich vor´s Auto gelaufen?) fragte sie sich und als sie aufsah entdeckte sie den regungslosen Haufen am Straßenrand liegen. Sie versuchte aufzustehen, hatte aber nicht die Kraft dazu und kabbelte so nur vorwärts.

„Carlisle!“ brüllte Rosalie als sie endlich am Haus ankam. Sofort stand er vor ihr und sah sie an. Er entdeckte das Blut. „Wo ist Malice?“ fragte er besorgt. „Wir hatten einen Unfall, irgendetwas lief uns vor´s Auto, dann überschlug sich der Wagen und Malice wurde herausgeschleudert. Sie ist schwer verletzt, ich wusste nicht, ob ich dem Blut widerstehen könnte, ich musste sie liegen lassen um dich zu holen, schnell!“ forderte sie, doch das musste sie gar nicht. Carlisle hatte sofort alle zusammengepackt was er brauchen konnte, dann rannten sie gemeinsam los, auch Esme schloss sich ihnen an. „Wie war ihr Zustand Rose?“ „Carlisle ich bin zu schnell los, aber sie sah nicht gut aus, ich denke für einen Menschen hätte dieser Unfall tödlich geendet.“ erklärte sie ihm hektisch.

Malice war bei dem zusammengerollten Wollknäuel am Rand angekommen und legte sich zum ihm. „Xavier...“ hauchte sie erschrocken. Vorsichtig hob sie seinen Kopf und sah ihn an. Langsam strich sie über seinen Kopf bis der Wolf seine Augen öffnete. Mit einem mal krümmte Malice sich vor Schmerzen. Hustend hielt sie sich den Bauch. „Xavier wo ist Angelique? Du bist nie allein unterwegs, wo ist sie?“ fragte sie panisch, doch zur Antwort erhielt sie nur ein leises Fiepen, dann schloss er wieder die Augen. „Xavier!!“ rief sie erschrocken aus und schüttelte den Wolf, bis ihr auffiel, dass er eine tiefe Wunde am Hals hatte. Mit Tränen in den Augen riss sie ihr ohnehin schon kaputte Shirt auseinander und drückte es auf seine Wunde. „Halt durch kleiner!!“ flehte sie und weinte bitterlich. Sie beugte sich über ihn und schluchzte, dann verlor sie erneut das Bewusstsein.

Sekunden später erschien Carlisle neben ihr. „Mali!“ so ruhig er sich auch geben wollte, man erkannte die Panik in seiner Stimme. Rosalie uns Esme hielten sich zurück um Carlisle Freiheit zum arbeiten zu geben. „Geht gleich wieder, nicht so wild...!“ hauchte Malice schwach. Carlisle leuchtete ihr mit einer kleinen Lampe in die Augen und Esme erschrak leicht, als sie das rote Auge sah. „Malice, ich weiß, deine Wunden heilen schneller als bei Menschen und diese hätten diesen Unfall sicher auch nicht überlebt, aber deine Verletzungen sind schlimm, bewege dich nicht!“ forderte er und untersuchte sie vorsichtig weiter. Dann packte sie mit einem mal seinen Arm. „Carlisle Angi? Wo ist Angi?? Xavier würde nie alleine draußen herumlaufen, er fürchtet sich allein und hat es so beigebracht bekommen, ihr muss etwas passiert sein!! Carlisle ihr müsst sie suchen!! Car-...“ „Schh... wir werden sie suchen gehen.“ „Schnell sie... ich spüre... sie...“ und sie nach diesen Worten schwand ihr Bewusstsein erneut. Was war mit Angelique und wer hatte Xavier so zugerichtet?


--------------------
user posted image
Top
Edward Cullen
Posted: Apr 13 2009, 09:53 PM


Administrator


Group: Admin
Posts: 47
Member No.: 1
Joined: 19-January 09



Kapitel 7 Ungehalten
Verängstigt rannte Angelique durch den Wald. Ihr Häscher waren ihr dicht auf den Fersen. Sie war schon immer sehr langsam, auch für einen halben Vampir. Jenen Verfolgern bereitete es ungemeinen Spaß sie so zu hetzen und nachdem sie den Wolf aus dem Weg geschafft hatten war es auch wesentlich aufregender für sie, das es nun keine Zurückhaltung mehr gab, nichts hielt sie mehr unnötig auf.
„Komm schon Spinell trödel nicht so herum!“ forderte der große, blondhaarige Opal seinen Bruder auf. „Hetzt doch nicht so, sie kann uns eh nicht entkommen, wer sollte uns dazwischen funken, hier in der Pampa!“ ein fieses Kichern kam aus Spinell´s Kehle, dann lachte er laut. Opal hingegen blieb ernst, wie immer. „Rubeus will sie lebend, aber er sagte nicht in welchen Zustand oder?“ Spinell nickte zur Antwort und beschleunigte nun sein Tempo. Opal gab ein zufriedenes Raunen von sich.

Angelique versuchte währenddessen verzweifelt ihre Schwester zu erreichen, doch da diese ohne Bewusstsein war, kam sie nicht bei ihr an, doch Edward hörte sie.
Er und Bella machten gerade einen Spaziergang am See, als er plötzlich stehen blieb und sich umdrehte. „Edward? Was ist los?“ Bella war verwirrt und erschrocken, eben noch war Edward bester Laune und nun schien er aufgebracht. „Mit Angelique stimmt etwas nicht!“ gab er ihr nur zur Antwort, dann warf er sie auch schon über seine Schulter. So schnell es ging rannte er nach Hause, um sie dort abzusetzen.
„Edward, was ist los? Rose war vorhin hier, sie schien sehr aufgebracht, irgendetwas war mit Malice. Esme und Carlisle sind mit ihr gegangen?“ fragte Alice sofort als sie durch die Tür kamen. „Ich weiß nicht, aber Angelique scheint in Gefahr zu sein. Alice würdest du hier bleiben und auf Bella aufpassen? Emmett kommst du mit mir?“ ein verwirrtes, aber ernstes Nicken kam von Alice und sie schnappte sich Bella.
Gerade als die beiden nach oben verschwanden liefen Edward und Emmett los, um Angelique zur Hilfe zu eilen. „Was ist eigentlich los?“ fragte Emmett auf dem Weg. „Ich weiß es auch nicht genau. Angi hat versucht Malice zu erreichen, sie rief nach Hilfe, doch Malice schien ihr nicht zu Antworten, ich konnte auch nichts von Malice hören, demnach muss ihr wohl wirklich etwas passiert sein. Ich hoffe wir kommen nicht zu spät, Angi klang schwach!“ ohne ein weiteres Wort folgte Edward Angelique´s immer schwächer werdender Stimme.

„Hab dich! Haha!“ mit einem triumphierenden Grinsen stand Spinell auf einmal vor ihr. „Spinell, das ist kein Spiel hier! Wobei es natürlich Spaß macht!“ auch Opal grinste und stand nun hinter Angelique. „Verschwindet ihr Monster!“ fauchte sie verzweifelt und ging leicht in die Hocke. In Angriffsposition. „Danke für die Blumen! Aber wir sind nicht daran interessiert nun zu gehen. Denn wir haben unserem Boss ein Mitbringsel versprochen, wenn wir jetzt ohne zurück kommen wird ihm das gar nicht gefallen“ sichtlich amüsiert ging Spinell vor ihr auf und ab. Angelique knurrte, doch das brachte die beiden Vampire nur erneut zum grinsen. Spinell lachte sogar laut auf. „Hör doch auf, ich zitter ja schon, du machst mir Angst!“ „Spinell! Schluss jetzt!“ Opal wurde sauer, die ewigen Spielereien seines Bruders ödeten ihn an. „Spielverderber!“ knurrte Spinell und näherte sich Angelique langsam. Diese wich sofort ein wenig zurück, jedoch blieb ihr nicht viel Platz, da hinter ihr bereits Opal auf sie wartete. Noch immer geduckt knurrte sie nun sauer und sprang auf Spinell zu, welcher breit grinsend ihrem Angriff entgegen trat.

„ANGI!!“ brüllte Malice als sie zu sich kam. Erschrocken blieb Carlisle stehen, der sie auf den Armen trug. Er setzte sie ab und sah sie besorgt an. Malice packte ihn an seiner Jacke und schüttelte ihn. Sie brachte jedoch kein Wort heraus. Dann sah sie sich um. „Xavier...“ hauchte sie kaum hörbar. Rosalie trat neben sie, den erschlafften Körper des Wolfs auf den Armen. Schockiert starrte Malice ihn an und strecke eine Hand nach ihm aus. „Er lebt Mali, mach dir keine Sorgen! Wir sind gleich zu Hause, dann werden wir sehen, was mit deiner Schwester ist, ich bin sicher, sie ist zu Hause!“ versuchte er sie zu beruhigen, jedoch wenig erfolgreich. Doch wenige Minuten später normalisierte sich Malice hektischer Atem und sie schlang ihre Arme um Carlisle. „Schnell...!“ Carlisle lies keine unnötigen Sekunden verstreichen und rannte sofort weiter. Rosalie drückte sich den halb toten Wolf fest an den Körper und versuchte seinen Kopf zu fixieren. Malice biss die Zähne zusammen und krallte ihre Hände in Carlisle´s Jacke.

„Was hat das alles zu bedeuten Alice? Ich verstehen gar nichts mehr, was geht denn hier vor, ist etwas passiert?“ Bella war aufgebracht und besorgt. Doch dieser Zustand konnte nicht lange anhalten, da Jasper bereits hinter ihr auftauchte, und ihr eine Hand auf die Schulter legte. „Danke Jasper, aber ich brauchte Antworten, ich will nicht beruhigt werden, wenn es keinen Grund gibt ruhig zu sein!“ ungewollt klang sie wesentlich ruhiger, als sie es beabsichtigt hatte. „Bella wir wissen leider auch nichts, lass uns warten, bis sie nach Hause kommen“ antwortete Alice und nahm Bella bei der Hand. Sie führte sie zum Sofa und beide setzen sich. Jasper ging derweil vor die Tür, um die anderen in Empfang nehmen zu können. So konnte Bella auch wieder in aller Ruhe unruhig sein und sich aufregen.

„Ist das alles, was du mir entgegen zu bringen hast? Das ist ja langweilig!“ Spinell packte Angelique an den Schulter, hob sie mit wenig Kraft in die Luft und schleuderte sie dann gegen einen Baum. Ächzend ging sie zu Boden, rappelte sich aber schnell wieder auf. Ein Schmerz durchfuhr ihre rechte Schulter. Sie fasste sich vorsichtig dorthin um zu sehen, was nicht stimmte. Wie ein Blitz schnellte der Schmerz erneut durch ihren ganzen Arm. (Vermutlich gebrochen...) es hielt sie nicht davon ab, sich erneut auf Spinell zu stürzen. (Angriff ist die beste Verteidigung sagt Malice doch immer!) schon mit beiden Armen konnte sie nicht viel anrichten und so waren ihre Angriff einarmig noch wirkungsloser. Opal sah dem Geschehen nur zu, um Spinell seinen Spaß zu lassen und Angelique nicht am Ende umzubringen, er könnte sich nicht so beherrschen wie Spinell es konnte, das wusste er.
Gerade als Spinell Angelique am Hals packte und sie gegen eben den Baum drückte, gegen den er Angelique eben geschleudert hatte, vernahm Opal jedoch ein Ästeknacken und sah sich um. „Schätze wir bekommen Besuch“ meinte er gelassen und Spinell ging gar nicht weiter darauf ein. Sollten sie doch kommen, für ihn würde es nur noch mehr Spaß bedeuten.
Doch seine Nachsicht sollte bestraft werden. Als Angelique langsam um Luft rang und sich zu befreien versuchte, sprang jemand aus dem Gebüsch und beförderte Spinell unsanft zu Boden. Angelique rutschte am Baum hinunter und rang noch immer nach Luft. Sie zuckte zusammen, als erneut eine Hand nach ihrem Hals griff. Langsam hob sie ihren Blick. „Keine Angst, ich bin da!“ hauchte Victor ihr leise ins Ohr. Er strich sanft über ihren Hals und küsste ihre Wange. Ehe sie sich versehen konnte hatte er sich jedoch wieder zu den beiden anderen Vampiren umgedreht, um diese nicht zu lange aus den Augen zu lassen. „Topas, schön dich zu sehen. Ich nehmen an du wirst uns nicht helfen sie zu Rubeus zu bringen, nicht wahr?“ fragte Spinell zynisch. Zur Antwort erhielt er allerdings nur ein tiefes, bedrohliches Knurren. „Ja, das dachte ich mir!“ mit diesen Worten griff er den blonden Vampir, der vor kurzem noch zu seinem Rudel gehörte an.

Malice krallte sich noch immer fest in Carlisle´s Jacke, als sie am Haus ankamen. Jasper wartete bereits auf sie und öffnete ihnen stumm die Tür. „Was ist passiert?!“ fragte er Esme, die mit ihm gemeinsam als letzte das Haus betraten. Carlisle ging sofort ins Wohnzimmer und legte Malice auf eine Couch. Bella und Alice standen sofort auf und sahen sich Malice genauer an. „Wo soll ich ihn hinbringen?“ fragte Rosalie und sah auf den Wolf in ihren Armen hinunter. „Alice hol eine Decke für ihn! Jasper zieh den Tisch zurück, wir brauchen hier Platz“ wies Carlisle seine Kinder an und hielt Malice Hand fest in seiner. Jasper hatte den Tisch gerade beiseite geschoben, als Alice schon mit der Decke die Treppe hinunter kam, alles geschah in Sekunden. Carlisle winkte Alice zu sich und lies sie die Decke vor dem Sofa ausbreiten. „Leg ihn hier hin Rosalie, er sollte nah bei Malice sein!“ Carlisle rutschte etwas zur Seite und Rosalie legte den Wolf auf die Decke. Vorsichtig strich er dem verletzten Tier durchs Fell. „Carlisle, du bist kein Tierarzt, wie müssen ihm helfen!“ Malice sah besorgt zu ihrem Wolf hinunter und strich ihm sanft über den Kopf. Carlisle sah betrübt zu Alice, doch diese schüttelte den Kopf, was Malice nicht entging. Ängstlich sah sie zwischen ihrer neuen Schwester und ihrem neuen Vater hin und her. Ihr Atem ging schneller, doch als Jasper zu ihr gehen wollte sah sie ihn wütend an. Sie streckte eine Hand aus, um ihm klar zu machen, dass er Abstand halten sollte. „Alice, Carlisle, was hatte das eben zu bedeuten? Hast du etwas gesehen Alice? Was passiert mit Xavier?“ sie richtete sich auf und setzte sich zu ihrem Wolf. Doch keiner der beiden antwortete ihr, das machte sie rasend. „Ihr wollte es mir nicht sagen? Gut, dann kümmer ich mich allein darum, das ihm geholfen wird, wenn ihr ihn schon aufgegeben habt!“ fauchte sie, doch die Aufregung war nicht gut für sie. Ein Schmerz durchzuckte ihren gesamten Körper und sie krümmte sich. Als Carlisle die Hand nach ihr ausstreckte, schlug sie diese weg und stand auf. Trotz der Schmerzen hob sie Xavier auf ihre Arme und marschierte auf die Haustür zu. „Malice, deine Verletzungen, du kannst nicht... und wo willst du überhaupt hin?“ Carlisle war aufgestanden und wollte ihr gerade nachgehen. „Ich gehe zu den Black´s!“ war ihre knappe Antwort, dann verließ sie das Haus. „Wie jetzt? Was will sie denn bei Jacob und ihrem Vater. Billy hat doch was gegen Vampire“ „Bella, ich denke nicht, das er etwas gegen sie haben wird, sie ist ja nur zur Hälfte Vampir. Ich denke sie kennen sich mit Tieren aus, vermutlich können sie ihm helfen.“ meinte Carlisle ruhig und setzte sich auf die Couch.

Während Victor mit Spinell kämpfte kam Opal langsam auf Angelique zu. „Gut, dann werde ich mich eben um dich kümmern!“ doch bevor er auch nur einen Finger an sie legen konnte spürte er einen einen Druck an seiner Kehle und das er sich nicht weiter bewegen konnte. Er wurde von hinten festgehalten und im Anschluss hinfortgeschleudert. „Emmett!“ keuchte Angelique erleichtert. Der große, muskulöse Vampir grinste zu ihr nach unten und reichte ihr dann eine Hand, um ihr auf die Beine zu helfen. „Wie habt ihr? Achso... gut doofe Frage. Was ist mit Malice?“ sie wollte gerade fragen, wie sie sie gefunden hatten, doch dann trat Edward hinter einem Baum hervor. Beide Männer schüttelten den Kopf und zuckten mit den Schultern, als sie sich nach ihrer Schwester erkundigte. „Und wisst ihr was mit Xavier ist? Er wurde schwer verletzt!“ besorgt und wütend sah sie zu Spinell, der noch immer mit Victor kämpfte.
Opal ging zu seinem Bruder, um ihn und Victor auseinander zu bringen. „Wir sollten gehen, das wächst uns langsam über den Kopf hier!“ forderte er ihn auf und packte ihn am Kragen. „Lass los! Ich hab ja verstanden!“ beschwerte sich der dunkelhaarige Vampir. „Wir sehen uns wieder!“ rief Opal den Freuden noch zu. „Das will ich doch schwer hoffen!“ antwortete Emmett amüsiert. „Komm, lass uns nach Hause gehen, vielleicht erfahren wird dort etwas über Malice und Xavier!“ forderte Edward seine Geschwister auf, die ihm auch sofort zustimmten und folgten. Angelique sah noch einmal zu Victor, doch dieser war bereits wieder verschwunden. Betrübt senkte sie den Blick und schloss dann zu ihren beiden Brüdern auf.

Malice lief in vollem Tempo durch den Wald, nichts und niemand würde sie jetzt aufhalten können, das Leben ihres Wolfs war alles, was sie im Kopf hatte. Ihre Schmerzen schob sie beiseite, was ihr jedoch nicht ganz gelang. Es erschwerte den Weg zu den Black´s, da sie sich stark konzentrieren musste und so öfters vom Weg abkam. Xavier hing schwach in ihrem Armen und sein Atem war kaum noch wahrnehmbar. (Halt durch Xavier!) flehte sie in Gedanken.
Sie war schon eine Weile gelaufen und fast am Ziel, als sie plötzlich stolperte. Sie drehte sich im Fall, um Xavier nicht hart auf dem Boden aufschlagen zu lassen. Doch kurz bevor sie den Boden erreichte packten sie zwei Hände. Unwissend, wer ihr da geholfen hatte seufzte sie erleichtert auf. „Was ist mit dem Tier, er sieht furchtbar aus!“ ertönte eine männliche Stimme. Sie drehte sich langsam um und sah in das besorgte Gesicht von einem großen Mann mit dunklem Haar. Jacob Black. Erfreut über diese außerplanmäßige Begegnung sah sie ihn flehend an. „Bitte, du musst ihm helfen, irgendjemand aus deinem Stamm muss sich doch mit Tieren auskennen!“ flehte sie und versuchte aufzustehen, doch in diesem Moment wurde ihr ihre eigenen Verletzungen wieder bewusst. Sie ging stöhnend in die Knie. „Was hast du? Du bist selber verletzt, nicht wahr?“ behutsam griff er ihr unter die Arme und half ihr aufzustehen. „Gib her, ich trage ihn, wir sollten ihn erst einmal ins Reservat bringen!“ meinte er und ging los. Doch blieb er sofort stehen und sah sie besorgt an. „Es geht schon, geh nur!“ meinte sie und hielt sich ihre schmerzende Seite.
Als sie im Reservat ankamen sah sie sich in alle Richtungen um, doch Jacob steuerte sicher auf ein Haus zu. Sie folgte ihm durch die Tür und traf drinnen auf einen etwas älteren Indianer im Rollstuhl. Billy Black sah verwirrt zu seinem Sohn auf, der mit dem schwer verletzten Wolf vor ihm stand. Sie waren nicht im Haus der Black´s, das wurde Malice bewusst als eine rundliche alte Frau den Raum betrat und etwas aus einem Schrank holte. Sie wusste sofort was zu tun war. Jacob legte den Wolf auf eine Decke vor dem Ofen. „Was macht ein junges Mädchen zu dieser Zeit draußen? Und was ist passiert?“ wollte Billy sofort wissen, doch die alte Frau brachte ihn zum verstummen, als er weiter Fragen stellen wollte. „Setzt dich Kind! Hier trink das, gegen die Schmerzen!“ erklärte die Frau ihr, dann wandte sie sich Xavier zu, um ihn zu untersuchen.

Angelique, Edward und Emmett waren in der Zeit bei Carlisle und den anderen angekommen. Emmett ging zu Rosalie und nahm sie in seine Arme. „Was ist passiert?“ fragte er und gab ihr einen leichten Kuss. „Ein Unfall. Malice wurde aus dem Auto geschleudert. Ich weiß nicht, wie es ging selbst für mich zu schnell. Xavier kam auf die Fahrbahn und wir sahen ihn beinahe zu spät, doch als wir ihm ausweichen überschlug sich der Wagen“ erklärte sie und senkte den Blick leicht betreten. Sie ballte wütend die Hände. „Ist euch etwas passiert?“ „Nein Bella, alles ist bestens, merkst du das nicht!?“ fauchte Rosalie sie an. „Scht!“ Emmett strich ihr beruhigend durchs Haar. „Bella kann auch nichts dafür!“ fügte er dann noch hinzu. „Wo ist Mali und ist Xavier?“ Angelique sah sich aufgebracht in der Wohnung um, konnte jedoch wieder ihre Schwester noch ihren Wolf entdecken. „Malice ist mit ihm los zu den Black´s er braucht Hilfe, die ich ihm nicht geben kann!“ Carlisle lies Alice Vision von Xavier´s Tod beabsichtigt aus, um sie nicht noch weiter aufzuregen. „Lass mich deine Verletzungen sehen Angi!“ es klang nicht danach war aber dennoch eine Aufforderung von ihm an sie, zu ihm hinüber zu kommen. Sie folgte seinen Worten und setzte sich neben ihn auf die Couch. Esme trug Carlisle´s Tasche zu ihm und stellte sie neben ihm ab. „Scheint dir ist nicht all zu viel passiert. Bei euch heilen Wunden ja schneller und besser als bei Menschen!“ meinte er, während er sich ihren Arm genauer ansah. (Doch um Malice mache ich mir Sorgen. Wir können ihr aber nicht nachgehen, die Quieleute würden uns nicht zu ihr lassen) dachte er sich, damit Edward Bescheid wusste, denn laut sagen konnte er es nicht, um Angelique´s Ruhe Willen.
Edward schlug Emmett gegen auf die Schulter und deutete ihm an, ihm zu folgen, dieser tat es auch sofort. „Lass uns Malice suchen!“ forderte ihn trotz Carlisle´s indirekter Mahnung auf. Emmett wusste nicht worum es ging, war sich aber sicher es auf dem Weg erklärt zu bekommen. Ohne ein Wort zu den anderen verließen sie das Haus. Keiner bekam es mit, außer Rosalie, doch diese sagte nichts.

„Wird er es schaffen?“ fragte Malice besorgt, doch die Frau antwortete ihr nicht, das machte sie nervös. Als sie erneut etwas sagen wollte hob die Frau die Hand. „Jacob mein Junge würdest du eine Sekunde mit ihr hinaus gehen?“ nickend stand er auf und folgte der Aufforderung der Frau. Doch Malice wollte nicht hinaus gehen. Entgegen der Erwartungen der Frau hob Xavier den Kopf, als Jacob sie hinausbringen wollte. Er knurrte. Sofort riss Malice sich aus seinem Griff und ging zu ihm. Doch als sie ihn berühren wollte hielt die Alte sie davon ab. Erbost und mit vor Wut aufflackernden Augen sah sie die Frau von der Seite an. „Du hast ihn hergebracht, damit ich ihm helfe oder Vampir? Also geh hinaus und lasse mir meine Ruhe!“ verwirrt darüber, dass die Alte den Vampir in ihr erkannte stand sie auf. Leicht arrogant sah sie zu ihr hinunter, verließ dann aber augenblicklich das Haus. Der Trank hatte wunder gewirkt, sie wusste nicht was darin war, aber ihre Schmerzen waren schwächer geworden.
Jacob wartet mit ihr, während sie nervös auf und ab lief. „Sie kann ihm sicher helfen, keine Sorge!“ er versuchte nicht sich die Abneigung anmerken zulassen, doch sie entging Malice nicht. „Ich bin nur zur Hälfte ein Vampir! Ich hab es mir nicht ausgesucht, nichts von alle dem!!“ sie wurde lauter, hielt sich aber zurück. Denn sobald sie sich mehr aufregte spürte sie ihre Schmerzen wieder. Jacob wand den Blick ab. „Ach denk doch was du willst, mich interessiert nur mein Wolf!“ sie setzte sich auf den Boden und wartete wie ein treuer Hund darauf, dass ihr die Tür geöffnet wurde.
Eine Menge Zeit verging, es war finster, als sich die Tür langsam öffnete. Ohne ein Wort winkte sie die beiden herein. Malice ging sofort zu Xavier, doch dieser schlief. „Es stand nicht gut um ihn! Das Tier denk nur an dich und nicht an sich!“ die Alter setzte sich hinter ihr auf einen Stuhl und starrte zu ihr hinüber. „Was war das vorhin für ein Trank?“ Malice hatte sich das schon die ganze Zeit gefragt und das Grinsen der Alten verhieß nichts Gutes. „Nun, woher meinst du, wusste ich was du bist?! Es war ein Trunk aus verschiedenen Kräutern, mit Blut angereichert!“ Malice sah sie fassungslos an. Dann sprang sie auf. „Du alte Hexe wagst es, mir Blut unter zu jubeln!?“ fragte sie aufgebracht. Jacob hielt sie von hinten fest, bevor sie sich auf die Alten stürzen konnte. „Ein wenig zu temperamentvoll, würde ich meinen. Deine Verletzungen zeigen mir, das du unmöglich ein Vampir sein kannst, die Wirkung des Blutes auf dich hingegen beweist mir das Gegenteil!“ sie sah Jacob an. „Sie ist zur Hälfte Mensch.“ gab er zur Antwort, die nicht gestellt wurde. „Ich denke, wir werden jetzt gehen!“ Malice riss sich los und richtete ihre Jacke. „Nein meine Liebe, 'ihr' werdet nirgendwo hin gehen, du kannst gehen, aber der Wolf bleibt hier!“ „Was erdreistest du dich altes Weib!“ Malice knurrte sie wütend an, was Xavier dazu brauchte aufzuschrecken. „Du bringst diesem Tier den Tod!!“ auch die Alte wurde nun lauter. „Dennoch, sollte das Tier nicht selber entscheiden können, was es will? Er ist schlauer als jeder Mensch! Schlauer als ihr und schlauer als ich! Er geht, wohin er gehen will!“ das Schweigen der Alten diente merklich als Zustimmung. Malice kehrte allen Raum den Rücken und öffnete die Tür. Keine Sekunde verging, als Xavier auch schon aufsprang und ihr folgte. Er humpelte, doch der einzige Gedanke das Wolf´s war, nicht dort in dieser Hütte zu bleiben, sondern mit Malice nach Hause zu gehen. Malice stellte dies mit Freuden fest und die anderen ließen den Wolf gewähren, so war es abgesprochen. „Danke für die Hilfe!“ meinte Malice noch knapp, dann verschwand sie in der Dunkelheit. Sie liefen bis zur Straße, dann hielten sie das erste mal an. „Soll ich dich lieber tragen?“ fragte sie ihn besorgt, doch der stolze Wolf lief einfach an ihr vorbei. „Das fasse ich dann einfach mal als ein nein auf!“ sie lächelte und folgte ihm.

Nach einiger Zeit trafen sie auf Emmett und Edward. „Meine Güte, du siehst wirklich übel aus!“ Emmett sah sie sich noch einmal von nahem an. Er betrachtete wie eine Touristenattraktion. „Ja Emmett ich freue mich auch dich wieder zu sehen!“ konterte sie und stieß ihn etwas von sich weg. „Ah sorry, so meinte ich das doch nicht. Aber das Auge sieht echt cool aus, damit kannst du klein Kindern sicher einen Schrecken einjagen!“ „Und du? Weil du ja so harmlos aussiehst!“ sie streckte ihm frech die Zunge heraus. „He!“ er knuffte sie vorsichtig in die Seite, dann lachten alle drei und machten sich ohne die Quieleute in irgendeiner Art zu erwähnen. Sie beeilten sich extra und Emmett trug Xavier, der reichlich wenig begeistert davon war, doch sie hatten vor so schnell wie möglich zu Hause anzukommen, da sie alle drei wussten, die anderen sitzen wie auf heißen Kohlen und warteten auf ihre Rückkehr.

So wurden sie auch stürmisch begrüßt. Rosalie kam zu Emmett, Bella zu Edward und Carlisle, Esme und Angelique zu Malice. „Du siehst besser aus Malice, woran liegt es?“ fragte Carlisle und strich seiner Tochter übers Gesicht um ihre Verletzungen zu betrachten. „Diese Hexe von den Quieleute gab mir so einen komischen Trank in dem Blut war!“ erzürnt knurrte sie und ging an ihnen vorbei ins Wohnzimmer. „Dann wirkt Blut heilend auf euch?“ hakte Carlisle nach und alle folgten Malice.
Sie lies sich auf der Couch nieder und Emmett setzte Xavier neben ihr ab, sodass der treue Wolf seinen Kopf auf ihrem Schoß ablegen konnte. „Ja, sowas in der Art, aber ich würde lieber sterben, als Blut zu trinken. Nun... eigentlich, diese Hexe hat es mir zu meiner Unwissenheit gereicht.“ sie knurrte erneut und ballte die Hände zu Fäuste. „Aber zumindest geht es dir jetzt besser, ein sehr zu begrüßender Nebeneffekt!“ merkte Esme ruhig an. Doch Malice schnaubte wütend. „Du kannst ja wohl voll vergessen, dass wir dich sterben lassen, jetzt wo wir wissen, wie wir dem am besten aus dem Weg gehen!“ Emmett sah sie leicht ernst, aber auch neckisch an. „Ja Emmett ich weiß!“ sie schüttelte genervt den Kopf.
Angelique setzte sich neben ihre Schwester und lehnten ihre Kopf an sie. „Ich denke ihr solltet schlafen gehen, morgen ist Schule!“ kam es unerwartet von Carlisle. Alle sahen ihn ungläubig an. Bella sah erschrocken auf die Uhr und dann machte sie sich sofort mit Edward auf den Weg nach Hause. Es war bereits nach Null Uhr und auch wenn die Schwestern nicht so recht glaube wollten, das Carlisle sie morgen ernsthaft zur Schule schicken wollte, machten sie sich auf zu ihrem Zimmer. Sie wünschen ihren Eltern und Geschwistern noch eine Gute Nacht, dann schlossen sie die Tür hinter sich.

„Also ich bin für Poker!“ platzte Emmett heraus. „Nicht schon wieder!“ beschwerte Rosalie sich, doch alle anderen waren einverstanden und so verbrachten sie den Rest der Nacht mit Karten spielen.


--------------------
user posted image
Top


Topic Options



Hosted for free by InvisionFree (Terms of Use: Updated 7/7/05) | Powered by Invision Power Board v1.3 Final © 2003 IPS, Inc.
Page creation time: 1.5216 seconds | Archive
Twilight Poison Topsite